02 April 2026, 20:11

FDP attackiert Blockadepolitik in Bergisch Gladbach und fordert Reformen

Eine belebte Stadtstraße mit Doppeldeckerbussen, Autos und anderen Fahrzeugen, mit Polen, Laternen, Schildern, Bäumen, einer Brücke, hohen Gebäuden und einem klaren blauen Himmel, mit Text am unteren Rand.

FDP attackiert Blockadepolitik in Bergisch Gladbach und fordert Reformen

Koalitionsstreit in Bergisch Gladbach: FDP übt scharfe Kritik an politischer Blockade

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Die Debatten über Koalitionspolitik in Bergisch Gladbach haben scharfe Kritik der örtlichen FDP auf sich gezogen. Parteimitglieder werfen vor, dass endlose Diskussionen über politische Bündnisse die eigentlichen Probleme der Stadt in den Hintergrund drängen. Stattdessen müsse der Fokus auf die finanziellen Belastungen und die dringend notwendigen Strukturreformen für die Zukunft gelegt werden.

Der FDP-Stadtrat Dr. Alexander Engel bezeichnet die anhaltende Debatte über eine mögliche "Brandmauer" zwischen Parteien als kurzsichtig. Sie lenke von akuten Herausforderungen ab – etwa dem prognostizierten jährlichen Haushaltsdefizit von 50 Millionen Euro bis 2030. Engel warnt zudem, dass konservative und liberale Vorschläge durch den Widerstand linker Parteien blockiert würden.

Die Sorgen der FDP gelten vor allem den stark gestiegenen Personalkosten der Stadt, die in den vergangenen Jahren um 40 Prozent angestiegen sind. Zwar stehe die Partei hinter den Beschäftigten im öffentlichen Dienst, doch müssten die Strukturen an eine Zukunft mit weniger Erwerbstätigen angepasst werden. Die Liberalen sehen die geplante Obergrenze für Personalausgaben als notwendigen Schritt hin zu Modernisierung und größerer politischer Handlungsfähigkeit.

Aktuelle Daten zeigen, dass Bergisch Gladbach 35.124 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze aufweist – bei einem Verhältnis von Jobs zu Einwohnern von 0,32 (Platz 2.123 im bundesweiten Vergleich). Große Arbeitgeber wie die Krüger GmbH (5.300 Mitarbeiter) oder Erweiterungen am Evangelischen Krankenhaus (neue OP-Säle und eine Pflegefachschule) deuten auf Wachstum im Gesundheitssektor und in der Industrie hin. Langfristige Vergleiche mit ähnlichen Städten fehlen jedoch, sodass unklar bleibt, wie sich die Stadt im größeren Trend positioniert.

Die FDP-Stadträtin Dorothee Wasmuth unterstrich die Forderung nach einer inhaltlichen Neuausrichtung der Debatten. Statt Koalitionstaktik müsse es um sachpolitische Lösungen gehen. Engel wiederum drängt den Oberbürgermeister, zügig die Personalausgaben zu begrenzen, und warnt vor weiteren Verzögerungen.

Der Reformdruck der FDP kommt zu einer Zeit, in der Bergisch Gladbach mit steigenden Kosten und einer schrumpfenden Erwerbsbevölkerung kämpft. Ohne strukturelle Veränderungen droht der Stadt bis zum Ende des Jahrzehnts eine noch größere finanzielle Schieflage. Die Liberalen bestehen darauf, dass die politische Energie endlich aus den Koalitionsstreitigkeiten in konkrete Lösungsansätze fließen muss.

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