FDP Krefeld wählt neuen Vorsitzenden nach 30 Jahren unter Heitmann
Der Krefelder Kreisverband der FDP hat nach Jahrzehnten unter demselben Vorsitz einen neuen Chef gewählt. Sebastian T. Stachelhaus setzte sich mit 66 Prozent der Stimmen gegen Dr. Tina Pannes durch. Der Wechsel leitet eine neue Ära für die lokale Partei ein – kurz vor den entscheidenden Landtagswahlen.
Die Wahl des neuen Vorstands fand am 22. März 2026 statt, nachdem der langjährige Vorsitzende Joachim C. Heitmann auf eine erneute Kandidatur verzichtet hatte. Nach 30 Jahren an der Spitze ebnete sein Rückzug den Weg für einen Generationswechsel. Stachelhaus, Stadtratsmitglied für Krefeld-West, errang mit fast zwei Dritteln der Stimmen einen deutlichen Sieg.
Stachelhaus ist seit 2004 FDP-Mitglied und saß von 2009 bis 2015 in der Landschaftsversammlung Rheinland. Neben der Politik engagiert er sich weiterhin im örtlichen Schützenverein. Sein Wahlkampf stand unter dem Zeichen der Modernisierung: Er versprach eine effizientere Verwaltung sowie eine Politik, die sowohl Anwohner als auch Unternehmen zugutekommt.
Der neue Vorstand wird von Stachelhaus als Vorsitzendem geführt, unterstützt von drei Stellvertretern. Dr. Norbert Ullrich sicherte sich seinen Posten ebenfalls mit etwa zwei Dritteln der Stimmen – ebenfalls gegen Dr. Tina Pannes. Florian Philipp Ott und Hans Christian Tenberg komplettieren das Führungsteam.
Obwohl keine grundlegenden inhaltlichen Kurswechsel angekündigt wurden, will die Partei ihr Image vor der Landtagswahl 2023 in Nordrhein-Westfalen aufpolieren. Stachelhaus betont schlankere Strukturen und eine engere Zusammenarbeit mit Bürgerschaft und Wirtschaft.
Die Wahl markiert einen Einschnitt für die Krefelder FDP nach der langen Ära Heitmann. Stachelhaus und sein Team stehen nun vor der Aufgabe, ihre Pläne für eine bürgernahe und wirtschaftsorientierte Parteistruktur umzusetzen. Ihr Erfolg wird sich im Vorfeld der nächsten Landtagswahl zeigen.






