Femizide in Deutschland: Lesung und Diskussion in Lünen regen zum Umdenken an
Ariane HolzapfelFemizide in Deutschland: Lesung und Diskussion in Lünen regen zum Umdenken an
Diskussion und Lesung zu Gewalt gegen Frauen im Lünener Persiluhr-Communityzentrum
Letzte Woche fand im Lünener Persiluhr-Communityzentrum eine Lesung und Diskussion zum Thema Gewalt gegen Frauen statt. Die Veranstaltung stand im Zeichen des Internationalen Tags zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen. Rund 30 Besucher:innen folgten der Vorstellung des Buches Femizide: Die Tötung von Frauen in Deutschland durch die Journalistin Julia Cruschwitz.
Im Mittelpunkt des Abends standen Cruschwitz’ Recherchen zu Femiziden und der allgemeinen Gewalt gegen Frauen. Sie las ausgewählte Passagen aus ihrem Buch und präsentierte zentrale Erkenntnisse ihrer Arbeit. Die Zuhörer:innen erfuhren von ihr, welche Muster sich bei der Tötung von Frauen in Deutschland erkennen lassen.
Heike Tatsch, die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Lünen, moderierte im Anschluss an die Lesung die Diskussion. Die Anwesenden stellten Fragen und tauschten sich über Präventionsmaßnahmen und die Unterstützung von Betroffenen aus. Organisiert wurde die Veranstaltung gemeinsam vom Amt für Gleichstellung und Frauenangelegenheiten der Stadt, der örtlichen Volkshochschule und der Stadtbibliothek. Cruschwitz, die auch als Journalistin für den MDR arbeitet, hatte zuvor bereits Missstände im deutschen Pferdesport für den Podcast 11KM: der tagesschau-Podcast untersucht. Ihr Buch bleibt jedoch ein zentraler Bestandteil ihres Engagements gegen geschlechtsspezifische Gewalt.
Ziel des Abends war es, auf das Thema Gewalt gegen Frauen und die Notwendigkeit von Prävention aufmerksam zu machen. Cruschwitz’ Buch und die anschließende Diskussion vermittelten dem Publikum Fakten und persönliche Schicksale. Die Veranstalter:innen hoffen, dass die Aktion weitere Initiativen und ein gestärktes Bewusstsein in der Gemeinschaft anstoßen wird.