17 December 2025, 14:39

Flughafen Düsseldorf passt Genehmigungsantrag an – mehr Flexibilität, gleiche Nachtflugregeln

Eine Start- und Landebahn mit einigen Flugzeugen, Masten, Kabeln und Wolken am Himmel.

Flughafen Düsseldorf passt Genehmigungsantrag an – mehr Flexibilität, gleiche Nachtflugregeln

Flughafen Düsseldorf reicht angepassten Genehmigungsantrag ein

Teaser: Flughafen Düsseldorf stellt überarbeiteten Genehmigungsantrag vor: Flexiblere Kontingente, moderne Flugzeuge, unveränderte Nachtflugregelungen und mehr...

17. Dezember 2025, 09:32 Uhr

Der Flughafen Düsseldorf hat beim Verkehrsministerium des Landes Nordrhein-Westfalen einen überarbeiteten Planfeststellungsantrag eingereicht. Ziel des Vorhabens ist es, die Bodenabfertigung zu optimieren und die Nutzung der Doppelstartbahn-Stunden flexibler zu gestalten. Die Behörden prüfen nun die Unterlagen, bevor diese zur öffentlichen Einsichtnahme freigegeben werden.

Der aktualisierte Antrag basiert auf einer aktualisierten Umweltverträglichkeitsprüfung sowie einer überarbeiteten Luftverkehrsprognose bis zum Jahr 2040. Zu den zentralen Änderungen gehört die Erhöhung der koordinierten Flugbewegungen pro Stunde – von bisher 47 auf 60 – bei Betrieb beider Startbahnen. Zudem soll es künftig möglich sein, dass Flugslots, die bisher der Allgemeinen Luftfahrt vorbehalten waren, auch von Linien- und Charterflügen genutzt werden können.

Die Nachtflugbeschränkungen bleiben weitgehend unverändert. Zwischen 22:00 und 23:00 Uhr sind keine Starts erlaubt, während in diesem Zeitraum maximal 33 Landungen möglich sind. Verspätete Flüge dürfen bis 23:30 Uhr landen, während Heimatfluggesellschaften bis Mitternacht operieren können. Die bestehende Obergrenze von 131.000 Flugbewegungen in den sechs verkehrsreichsten Monaten bleibt bestehen.

Die Bezirksregierung Düsseldorf als zuständige Behörde wird die Unterlagen auf Vollständigkeit prüfen. Nach Freigabe werden die Pläne in 13 umliegenden Kommunen zur Einsichtnahme ausgelegt. Zudem erhalten die beteiligten Fachbehörden die Möglichkeit zur Stellungnahme.

Das Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr wird die weiteren Schritte begleiten. Sollte der Antrag voranschreiten, erhalten die Öffentlichkeit und lokale Behörden Gelegenheit, Feedback einzureichen. Die vorgeschlagenen Änderungen des Flughafens zielen vor allem auf eine höhere betriebliche Flexibilität ab, während die bestehenden Lärm- und Bewegungsgrenzen beibehalten werden.