Fortuna Düsseldorf kämpft um 1,7 Millionen Euro Corona-Hilfen gegen NRW
Ariane HolzapfelStreit um Corona-Hilfe: Fortuna Düsseldorf prüft Ende - Fortuna Düsseldorf kämpft um 1,7 Millionen Euro Corona-Hilfen gegen NRW
Fortuna Düsseldorf bleibt in Rechtsstreit mit NRW um 1,7 Millionen Euro Corona-Hilfen verstrickt
Der Fußballclub Fortuna Düsseldorf ringt weiterhin in einem juristischen Machtkampf mit dem Land Nordrhein-Westfalen um die Rückforderung von 1,7 Millionen Euro an Corona-Soforthilfen. Der Streit zieht sich seit Monaten hin und belastet die finanzielle Situation des Vereins, der weiterhin keinen Zugang zu den dringend benötigten Geldern hat. Nun schlägt ein Gericht einen möglichen Kompromiss vor: die teilweise Rückzahlung der strittigen Summe.
Auslöser des Konflikts war die Forderung des Landes, die 1,7 Millionen Euro an Pandemiehilfen zurückzuerstatten. Fortuna Düsseldorf wehrte sich gegen diese Aufforderung und setzte sich vor dem Verwaltungsgericht Düsseldorf durch, das entschied, dass das Land keinen rechtlichen Anspruch auf die Rückforderung habe. Der Verein argumentierte, dass die verzögerte Auszahlung der Mittel ihn im Ligabetrieb in einen Wettbewerbsnachteil gebracht habe.
Das Land legte Berufung ein und brachte den Fall vor das Oberverwaltungsgericht Münster. Dort deutete der 4. Senat an, dass das ursprüngliche Urteil voraussichtlich auch in der nächsten Instanz Bestand haben werde. Gleichzeitig schlug das Gericht jedoch einen neuen Weg vor: die Einstellung des Verfahrens unter der Bedingung einer teilweisen statt einer vollständigen Rückzahlung.
Laut dem Münsteraner Gericht läge die Summe für eine mögliche Teilrückzahlung bei unter 500.000 Euro. Beide Seiten haben nun vier Wochen Zeit, um eine außergerichtliche Einigung zu erzielen. Scheitern die Verhandlungen, wird das Verfahren auf Basis der jüngsten gerichtlichen Empfehlungen fortgesetzt.
Für Fortuna Düsseldorf bleibt die Zukunft der vollen 1,7 Millionen Euro weiterhin ungewiss. Doch der Vorschlag einer teilweisen Rückzahlung könnte einen Ausweg aus dem Streit bieten. Kommt keine Einigung zustande, wird der Fall unter den Vorgaben des Oberverwaltungsgerichts weiterverhandelt – und die finanzielle Lage des Vereins bleibt vorerst in der Schwebe.






