07 February 2026, 08:10

Frauen in Löhn fordern mehr Sicherheit am unheimlichen Bahnhof nachts

Ein Bahnhof in der Nacht mit zwei geparkten Zügen, einigen Menschen auf dem Bahnsteig und Laternen, die das Gebiet beleuchten, vor einem dunklen Hintergrund.

Frauen in Löhn fordern mehr Sicherheit am unheimlichen Bahnhof nachts

Frauen in Löhn haben Bedenken geäußert, sich nach Einbruch der Dunkelheit am örtlichen Bahnhof unsicher zu fühlen. Viele beschreiben das Gelände als unheimlich, insbesondere beim Alleinwarten auf den Bahnsteigen oder beim Durchqueren schlecht beleuchteter Bereiche. Die Stadt hat inzwischen erste Maßnahmen ergriffen, um diese Sorgen zu zerstreuen und die Sicherheit zu verbessern.

Das Problem wurde bei einem nächtlichen Rundgang – einer sogenannten Nightwalk – deutlich, die von Marie Fischer, der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt, organisiert wurde. Ziel der Veranstaltung war es, Orte zu identifizieren, an denen sich Frauen verletzlich fühlen, und ihr Vertrauen in die Nutzung öffentlicher Räume zu stärken. Teilnehmerinnen wie Andrea Heimbruch berichteten von ihrem Unbehagen, den Bahnhof nachts allein zu nutzen.

Anwohnerinnen wiesen auf konkrete Missstände hin, etwa die schlechte Beleuchtung entlang der Wege und das Fehlen von Überwachungskameras am hinteren Bahnhofsausgang. Diese Kritikpunkte decken sich mit ähnlichen Mustern in anderen Städten. Minden führte beispielsweise 2024 eine sogenannte Angstkarte ein, auf der 68 Orte verzeichnet sind, an denen sich Menschen unsicher fühlen – oft wegen mangelhafter Beleuchtung oder sich versammelnder Gruppen an bestimmten Plätzen.

Der Bahnhof in Löhn soll nun umgestaltet werden, um eine einladendere Atmosphäre zu schaffen. Geplant sind unter anderem der Einbau einer Bibliothek und die Ausrichtung von Veranstaltungen, die den Ort lebendiger und weniger abgegrenzt wirken lassen. Die Bauarbeiten sollen am 20. Februar 2025 beginnen. Bis dahin können Bürgerinnen und Bürger unsichere Bereiche über das städtische Meldesystem für Schäden und Mängel melden.

Die Polizei betont, dass die Ängste am Bahnhof zwar eher subjektiv seien und nicht auf einer hohen Kriminalitätsrate basierten, die Sorgen aber dennoch ernst genommen werden. Die meisten gemeldeten Straftaten in der Gegend seien Fahrraddiebstähle und keine Gewaltdelikte.

Mit der Neugestaltung des Bahnhofs Löhn soll den Bedenken begegnet werden, indem er zu einem frequentierten, zugänglichen Zentrum umfunktioniert wird. Bessere Beleuchtung, verstärkte Überwachung und gemeindeorientierte Angebote sollen das Gefühl der Unsicherheit verringern. Bis die Umbaumaßnahmen beginnen, können Anwohnerinnen und Anwohner weiterhin problematische Bereiche melden, während die Stadt die anstehenden Veränderungen vorbereitet.