Frauen in NRW kämpfen trotz Qualifikationen mit Lohnlücken und prekärer Teilzeit
Mehr Frauen in Festanstellungen - Gleichstellung ist noch weit - Frauen in NRW kämpfen trotz Qualifikationen mit Lohnlücken und prekärer Teilzeit
Frauen in Nordrhein-Westfalen weiterhin mit deutlichen Benachteiligungen bei der Agentur für Arbeit konfrontiert
Frauen in Nordrhein-Westfalen sehen sich nach wie vor erheblichen Ungleichheiten im Berufsleben gegenüber – trotz höherer beruflicher Qualifikationen verdienen sie weniger, arbeiten seltener in Vollzeit und tragen den Großteil der unbezahlten Care-Arbeit. Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) fordert nun dringend Reformen, um diese anhaltenden Disparitäten zu beseitigen.
Laut aktuellen Zahlen arbeiteten Frauen in Deutschland im Jahr 2025 durchschnittlich 28 bezahlte Stunden pro Woche – sechs Stunden weniger als Männer. Zwar hat sich diese Lücke seit 2008 leicht verringert, doch die allgemeine Beschäftigungsquote bleibt mit 74 Prozent bei Frauen gegenüber 81 Prozent bei Männern um 8 Prozentpunkte niedriger. In Nordrhein-Westfalen fällt die Differenz noch deutlicher aus: Nur 56 Prozent der Frauen sind erwerbstätig, während es bei den Männern 65 Prozent sind.
Hinzu kommt, dass Frauen in der Region im Schnitt 15 Prozent weniger pro Stunde verdienen. Sie sind überproportional in Teilzeit- und Minijobs vertreten: 76 Prozent der sozialversicherungspflichtigen Teilzeitstellen und über 59 Prozent aller Minijobs werden von Frauen besetzt. Diese Beschäftigungsverhältnisse bieten häufig weder Jobsecurity noch faire Löhne oder Weiterbildungsmöglichkeiten, wie der DGB kritisiert.
Die ungleiche Verteilung unbezahlter Arbeit verschärft die Situation zusätzlich. Frauen wenden wöchentlich fast 30 Stunden für Haushalt und Pflege auf – knapp zehn Stunden mehr als Männer. Als zentrales Hindernis nennt der DGB die unzuverlässige Kinderbetreuung: Kitas bleiben jährlich an 20,5 Tagen geschlossen, die eigentlich als Betreuungstage vorgesehen wären.
Um diese Missstände zu bekämpfen, schlägt der DGB mehrere Maßnahmen vor. Dazu gehören "Vereinbarkeitsleitfäden" für Unternehmen, um familienfreundlichere Strukturen zu schaffen, lebensphasenorientierte Arbeitszeitmodelle sowie kürzere Vollzeitstellen mit 30 oder 32 Wochenstunden. Zudem fordert die Gewerkschaft die Abschaffung von Minijobs, die oft mit Niedriglöhnen und fehlendem Sozialschutz einhergehen.
Zwischen 2008 und 2024 stieg die Zahl der Frauen in sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung in Nordrhein-Westfalen zwar um fast ein Drittel auf rund 3,4 Millionen. Dennoch arbeiten viele trotz anerkannter Berufsabschlüsse in weniger qualifizierten Positionen.
Die vom DGB vorgeschlagenen Reformen zielen darauf ab, die Lohnungleichheit zu verringern, faire Arbeitszeiten zu ermöglichen und Karrierechancen für Frauen zu verbessern. Ohne Kurswechsel drohen Frauen in Nordrhein-Westfalen auch künftig geringere Einkommen, prekäre Beschäftigungsverhältnisse und eine höhere Belastung durch unbezahlte Arbeit. Die Forderungen nach flexibleren Arbeitsmodellen und besserer Kinderbetreuung könnten die politische Debatte in der Region prägen.
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