21 February 2026, 06:11

Friedrich Merz flog 30 Mal mit der Bundeswehr – Kritik an teuren Regierungsflügen wächst

Ein großes Passagierflugzeug auf einer Rollbahn.

Friedrich Merz flog 30 Mal mit der Bundeswehr – Kritik an teuren Regierungsflügen wächst

Neue Zahlen zeigen, dass Bundeskanzler Friedrich Merz zwischen Mai und Dezember 2025 insgesamt 30 Flüge mit den Passagiermaschinen der Bundeswehr unternommen hat. Die Daten, die der Linken-Politiker Dietmar Bartsch beschafft hat, weisen für diesen Zeitraum 488 Regierungsflüge aus. Kritiker stellen nun die Kosten und die Notwendigkeit dieser Reisen infrage.

Bartsch hatte die Flugaufzeichnungen ab dem 6. Mai 2025 angefordert, die alle Flüge des Kanzlers und der Minister umfassen. Demnach führte das Bundeskanzleramt mit 106 Flügen die Statistik an, gefolgt vom Auswärtigen Amt mit 96 und dem Bundespräsidialamt mit 66 Flügen. Das Agrarministerium nutzte den Service lediglich zweimal.

Die Zahlen zeigen zudem, dass Fraktionsvorsitzende des Bundestags 32 Flüge in Anspruch nahmen – davon entfielen 30 auf Merz. Bartsch kritisierte besonders die hohe Zahl sogenannter Leerflüge oder Positionierungsflüge, bei denen Maschinen vom Standort des Lufttransportgeschwaders in Köln abhoben, um Beamte abzuholen. Er bezeichnete dies als ein "teures Strukturproblem" und verwies darauf, dass Berlin seit über 30 Jahren Hauptstadt sei.

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Das Verteidigungsministerium verteidigte die Leerflüge mit dem Hinweis, sie dienten Ausbildungs- und Weiterbildungszwecken. Bartsch forderte jedoch mehr Sparsamkeit und schlug vor, stattdessen "google flüge" oder die Bahn zu nutzen.

Die Daten offenbaren das Ausmaß der Regierungsfliegerei: Allein das Kanzleramt war für fast ein Viertel aller Flüge verantwortlich. Das Verteidigungsministerium betont, Positionierungsflüge seien für die Einsatzbereitschaft unverzichtbar. Unterdessen mehren sich die Rufe nach Kostensenkungen.