20 April 2026, 10:12

Friseurpreise explodieren: Bis zu 31 Prozent teurer seit 2020

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Preise für Haarschnitte sind deutlich gestiegen - Friseurpreise explodieren: Bis zu 31 Prozent teurer seit 2020

Friseurpreise in Deutschland steigen stark – seit 2020 um bis zu 31 Prozent

Die Kosten für einen Friseurbesuch in Deutschland sind in den vergangenen fünf Jahren deutlich gestiegen – sowohl für Frauen als auch für Männer. Zwischen 2020 und 2025 erhöhten sich die Preise für Waschen, Schneiden und Föhnen bei manchen Kunden um fast ein Drittel. Branchenvertreter führen die Teuerung vor allem auf Inflation, höhere Löhne und gestiegene Energiekosten zurück.

Frauen zahlen heute für einen Standardtermin im Salon durchschnittlich 28 Prozent mehr als noch 2020. Ein Haarschnitt inklusive Wäsche und Föhn kostet im Schnitt etwa 54 Euro. Bei Männern und Kindern fielen die Preiserhöhungen mit fast 31 Prozent im gleichen Zeitraum sogar noch stärker aus – hier liegt der Durchschnitt nun bei rund 33 Euro.

Trotz der Preissprünge bleibt die Branche groß: 2024 waren 80.363 Friseurbetriebe gemeldet, davon etwa ein Fünftel reine Herrenfriseure, der Rest klassische Salons. Obwohl die Nachfrage stabil bleibt, sank der Gesamtumsatz der Branche 2025 leicht auf geschätzte 7,67 Milliarden Euro – nach einem Rekordwert im Vorjahr.

Die Ausgaben der Kunden variieren jedoch stark. Rund 28 Prozent geben pro Besuch zwischen 15 und 29 Euro aus, 14 Prozent liegen zwischen 30 und 49 Euro. Eine kleinere Gruppe von 8 Prozent bleibt unter 15 Euro, während 26 Prozent ganz auf Salonbesuche verzichten.

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Der Zentralverband des Deutschen Friseurhandwerks begründet die Preisanstiege mit gestiegenen Betriebskosten: Löhne, Energie und Material seien teurer geworden, was sich auf die Servicepreise auswirke. Gleichzeitig geht die Zahl der Auszubildenden stark zurück – von 23.540 im Jahr 2014 auf nur noch 13.509 im Jahr 2023.

Die höheren Preise spiegeln die allgemeinen wirtschaftlichen Belastungen wider, von der Inflation bis zu den Energiekosten. Da immer weniger Nachwuchs in den Beruf drängt, könnte die Branche künftig Schwierigkeiten bekommen, das Serviceangebot aufrechtzuerhalten. Die Kunden wiederum passen ihre Ausgaben an – während die Preise weiter steigen.

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