24 March 2026, 20:13

Fünfzehn Migrantinnen starten pädagogische Qualifizierung gegen Fachkräftemangel in Gießen

Plakattext lautet: "Flüchtlinge können Gebührenbefreiungen für über 1.000 Coursera-Kurse erhalten und nehmen an lokalen Kursdiskussionen teil." Mehrere Personen, einige mit Taschen, sind im Hintergrund dargestellt.

Fünfzehn Migrantinnen starten pädagogische Qualifizierung gegen Fachkräftemangel in Gießen

Fünfzehn Migrantinnen starten Qualifizierungsprogramm für pädagogische Berufe in Gießen

Fünfzehn zugewanderte Frauen haben in Gießen ein elfmonatiges Qualifizierungsprogramm begonnen, das sie auf eine Karriere im Bildungsbereich vorbereitet. Die Initiative Perspektive Pädagogik vermittelt den Teilnehmerinnen die notwendigen Kompetenzen für Tätigkeiten in der Kinderbetreuung und Sozialarbeit. Die Veranstalter erhoffen sich damit einen Beitrag zur Bewältigung des wachsenden Fachkräftemangels in der Region.

Der aktuelle Kurs läuft bis Mitte Dezember 2026 und konzentriert sich auf Sprachkenntnisse, Berufsausbildung und praktische Erfahrungen. Viele der Frauen stammen aus Ländern wie Kasachstan, Afghanistan, der Ukraine, Moldau, der Türkei und Syrien. Ihr Ziel ist es, das Sprachniveau C1 in Deutsch zu erreichen – eine Voraussetzung für die formale Ausbildung zur Erzieherin oder für ein pädagogisches Studium an der Hochschule.

Das Programm kombiniert theoretischen Unterricht mit praktischer Arbeit. Die Teilnehmerinnen besuchen pädagogische Lehrgänge, erhalten Bewerbungstrainings und absolvieren Praktika in Kindertageseinrichtungen. Auch Hospitationen gehören zum Lehrplan und geben ihnen Einblicke in verschiedene Bildungsberufe.

Frühere Durchgänge von Perspektive Pädagogik waren bereits erfolgreich: Viele Absolventinnen arbeiten oder bilden sich mittlerweile in der Kinderbetreuung weiter, andere sind in die Sozialarbeit oder heilpädagogische Förderung gewechselt. Die Initiative unterstützt nicht nur die Integration von Zugewanderten in den Arbeitsmarkt, sondern leistet auch einen Beitrag zur Deckung des anhaltenden Fachkräftemangels im Bildungssektor.

Oberbürgermeister Becher betonte den doppelten Nutzen des Programms: Es fördere die Integration von Migrantinnen und schließe gleichzeitig dringend benötigte Personalstellen. Angesichts der steigenden Nachfrage nach qualifizierten Fachkräften biete die Initiative einen strukturierten Weg für alle, die in diesem Bereich Fuß fassen möchten.

Ein C1-Sprachzertifikat ist für die Teilnehmerinnen unverzichtbar, wenn sie später eine Ausbildung zur staatlich anerkannten Erzieherin beginnen oder ein pädagogisches Studium aufnehmen wollen. Die aktuelle Gruppe arbeitet intensiv an diesem fortgeschrittenen Sprachniveau, das ihnen Türen zu weiteren Ausbildungen und Arbeitsplätzen öffnet. Wie viele Frauen die vorherigen Kurse erfolgreich abgeschlossen haben, haben die Veranstalter nicht bekannt gegeben.

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Die 15 Frauen des diesjährigen Kurses werden ihre Qualifizierung Ende 2026 abschließen. Wer das C1-Niveau in Deutsch erreicht, qualifiziert sich für eine Erzieherausbildung oder ein Hochschulstudium. Die Initiative bleibt damit eine klare Perspektive für Zugewanderte im Bildungssektor – und hilft gleichzeitig, den lokalen Personalbedarf zu decken.

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