Gerichtsurteil zum Busstich in Siegen tritt in Kraft - Gerichtsurteil zum Busstich in Siegen tritt in Kraft
Gerichtsurteil im Siegen-Bus-Messerangriff rechtskräftig
Gerichtsurteil im Siegen-Bus-Messerangriff rechtskräftig
Gerichtsurteil im Siegen-Bus-Messerangriff rechtskräftig
- Dezember 2025, 14:29 Uhr
Eine 18-jährige syrische Asylbewerberin ist wegen eines Messerangriffs in einem Bus in Siegen zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Die Tat ereignete sich am 9. Mai 2024, als Issa al H. drei junge Männer mit einem Klappmesser in den Hals stach und insgesamt sechs Menschen verletzte.
Der Bundesgerichtshof (BGH) hat kürzlich das ursprüngliche Urteil bestätigt und damit das Strafmaß rechtskräftig gemacht.
Der Angriff geschah in einem Pendelbus auf dem Weg zum Siegen-Stadtfest 2024. Die Täterin, bewaffnet mit einem Klappmesser, griff gezielt drei junge Männer an und stach jedem in den Hals. Zwei Frauen und ein weiterer Fahrgast konnten sie überwältigen und entwaffnen, bevor weitere Schäden entstanden.
Während des Prozesses stellte das Gericht fest, dass die Angreiferin mit Vorsatz gehandelt hatte, um durch die Attacke auf „völlig unschuldige“ Opfer Aufmerksamkeit auf ihr persönliches Leid zu lenken. Trotz der Diagnose einer mittleren psychischen Erkrankung urteilten die Richter, dass sie voll schuldfähig sei. Da durch das schnelle Eingreifen von Zeugen keine Todesopfer zu beklagen waren, wurde die Tat nicht als besonders schwerer Fall eingestuft.
Das Landgericht Siegen hatte Issa al H. zunächst wegen dreifachen versuchten Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt. Der Bundesgerichtshof bestätigte diese Entscheidung nun und schloss damit weitere Rechtsmittel aus.
Die Täterin muss die lebenslange Strafe für den vorsätzlichen Angriff verbüßen. Mit dem Urteil ist der Fall juristisch abgeschlossen, weitere Anfechtungen sind nicht mehr möglich. Der Vorfall bleibt eine eindringliche Erinnerung an den Mut der Fahrgäste, die durch ihr Eingreifen Schlimmeres verhinderten.