10 March 2026, 14:12

Gewalt gegen Justizvollzugsbeamte in NRW: 114 Verletzte – doch kaum Verurteilungen

Eine Person in militärischer Uniform mit entschlossener Miene steht in der Mitte eines Plakats, umgeben von Logos und der fett gedruckten Schrift "Sexuelle Gewalt Tut Weh".

Fast 900 Fehlzeiten Nach Gewalttaten in NRW-Gefängnissen - Gewalt gegen Justizvollzugsbeamte in NRW: 114 Verletzte – doch kaum Verurteilungen

Übergriffe auf Justizvollzugsbeamte in Nordrhein-Westfalen führten im vergangenen Jahr zu 114 Verletzungen – das geht aus neuen Zahlen hervor. Zwar blieb die Anzahl der Angriffe auf hohem Niveau, doch wurden weniger Mitarbeiter verletzt als noch 2024. In den meisten Fällen kam es jedoch weder zu Anklagen noch zu Verurteilungen.

2025 endeten 112 Übergriffe mit 114 verletzten Beamten – bei einigen Vorfällen gab es mehrere Opfer. Zwei Mitarbeiter erlitten schwere Verletzungen, die einen Krankenhausaufenthalt erforderten, während die übrigen ambulant wegen Prellungen und Schürfwunden behandelt wurden. Die Angriffe führten zudem zu 870 Krankheitstagen wegen Dienstunfähigkeit.

Etwa jeder fünfte registrierte Übergriff wurde entweder im Versuch vereitelt oder konnte vor einer Verletzung gestoppt werden. Dennoch blieben Strafverfolgungen die Ausnahme: Nur in 13 Prozent der Fälle wurde Anklage erhoben, und lediglich 2 Prozent endeten mit einer Verurteilung. 6 Prozent der Vorfälle wurden eingestellt, während 75 Prozent der Fälle aus dem vergangenen Jahr noch geprüft werden.

Die Daten zeigen einen Rückgang der verletzten Mitarbeiter – die Zahlen sanken im Vergleich zu 2024 um 14 Prozent. Doch das Muster der geringen Verurteilungsquote bleibt bestehen. In den Vorjahren wurden über 40 Prozent der Verfahren vor Abschluss eingestellt, und zwischen 2022 und 2024 führten nur 2 Prozent der Fälle zu einem Urteil.

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Die Statistik für 2025 unterstreicht das anhaltende Problem der Gewalt gegen Justizvollzugsbeamte in Nordrhein-Westfalen. Die meisten Fälle bleiben ungelöst oder werden fallen gelassen, nur ein kleiner Teil mündet in Verurteilungen. Der Rückgang der Verletzungen deutet zwar auf Fortschritte hin, doch die Mehrheit der Angriffe bleibt weiterhin ohne rechtliche Konsequenzen.

Quelle