13 June 2026, 00:13

Gewalt und sexuelle Übergriffe an NRW-Bahnhöfen explodieren innerhalb von fünf Jahren

Gewalt an NRW-Bahnhof mehr als verdoppelt

Gewalt und sexuelle Übergriffe an NRW-Bahnhöfen explodieren innerhalb von fünf Jahren

Kriminalität an Bahnhöfen in Nordrhein-Westfalen (NRW) ist in den vergangenen fünf Jahren stark angestiegen. Gewalttaten haben sich mehr als verdoppelt, während sexuelle Übergriffe noch deutlicher zugenommen haben. Auch die Gesamtzahl der Straftaten stieg in diesem Zeitraum deutlich an.

Im Jahr 2020 wurden an NRW-Bahnhöfen 2.325 Gewaltdelikte registriert. Bis 2025 kletterte diese Zahl auf 4.711 – ein Anstieg um 103 Prozent. Sexuelle Straftaten stiegen noch drastischer: von 169 im Jahr 2020 auf 442 im Jahr 2025, was einer Zunahme um 162 Prozent entspricht. Die Gesamtkriminalität an den Bahnhöfen erhöhte sich um 57 Prozent, von 19.380 auf 30.490 Delikte.

Der Kölner Hauptbahnhof blieb während des gesamten Zeitraums der am stärksten von Kriminalität betroffene Standort. Dortmund überholte Düsseldorf und wurde bis 2025 zum zweitproblematischsten Bahnhof. Münster verblieb sowohl 2020 als auch 2025 auf Platz fünf der Kriminalitätsstatistik. Auch Gelsenkirchen, Duisburg und Oberhausen zählten 2025 zu den acht am stärksten belasteten Bahnhöfen.

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Die Zahl der ermittelten Tatverdächtigen stieg um 32 Prozent, von 10.560 im Jahr 2020 auf knapp 14.000 im Jahr 2025. Die Kriminalität erreichte 2023 mit fast 37.500 Straftaten ihren Höhepunkt, bevor die Zahlen wieder zurückgingen.

Die Daten zeigen einen klaren Anstieg der Kriminalität an NRW-Bahnhöfen zwischen 2020 und 2025. Besonders stark stiegen Gewaltdelikte und sexuelle Übergriffe, während auch die Aufklärungsquote zunahm. Nach einem Höchststand 2023 beginnen die Fallzahlen nun wieder zu sinken.

Quelle