Gewalteskalation in Solingen: Zwei Brüder greifen Bundespolizisten an
Horst FischerGewalteskalation in Solingen: Zwei Brüder greifen Bundespolizisten an
Routine-Polizeikontrolle in Solingen eskaliert gewaltsam
Eine routinemäßige Polizeikontrolle in Solingen ist am Montagabend gewalttätig eskaliert. Beamte der Bundespolizei hatten auf der Kölner Straße einen 25-jährigen Mann gesichtet, gegen den ein Betretungsverbot für die Innenstadt vorlag. Bei der Konfrontation wurden zwei Polizisten verletzt, beide Verdächtige wurden schließlich festgenommen.
Die Streifenbeamten waren zunächst auf den 25-Jährigen in der Nähe des Graf-Wilhelm-Platzes aufmerksam geworden, nachdem sie ihn aufgrund eines stadtweiten Aufenthaltsverbots erkannt hatten. Als sie ihn festnehmen wollten, griff sein 29-jähriger Bruder ein und stellte sich den Beamten körperlich in den Weg. Die Situation spitzte sich rasant zu, sodass die Polizisten Verstärkung von der Polizei Berlin anfordern mussten.
Der ältere Bruder wurde während des Handgemenges zunehmend aggressiv: Er beschimpfte die Beamten, trat nach ihnen und spuckte in ihre Richtung. Trotz eintreffender Unterstützung weigerten sich beide Männer, zu kooperieren. Erst nach einiger Zeit konnten sie überwältigt und zur Wache gebracht werden – auch dort setzten sie ihren Widerstand fort.
Zwei Polizisten erlitten bei dem Zwischenfall leichte Verletzungen. Ein Richter verfügte später, dass der 25-Jährige in Untersuchungshaft bleibt. Gegen beide Brüder ermitteln die Behörden nun wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte und Körperverletzung.
Der Vorfall ist die erste direkte gewaltsame Auseinandersetzung zwischen Zivilisten und der Polizei in Solingen seit dem Angriff im August 2024, der zwar Unruhen auslöste, bei dem jedoch keine Beamten gezielt angegriffen wurden.
Den beiden Brüdern drohen nun Anklagen wegen ihrer Taten. Die Polizei Berlin bestätigte, dass es in der Stadt in den vergangenen zwei Jahren keine vergleichbaren Zwischenfälle gegeben habe. Die Ermittlungen zu den Montagsvorfällen laufen noch.






