Gianni Versace: Eine flüchtige Retrospektive im Pariser Musée Maillol
Horst FischerGianni Versace: Eine flüchtige Retrospektive im Pariser Musée Maillol
Eine neue Gianni-Versace-Retrospektive im Musée Maillol in Paris
Im Musée Maillol in Paris hat eine neue Retrospektive über Gianni Versace ihre Tore geöffnet. Die Ausstellung ist die erste Mode-Schau des Hauses und läuft nur zwei Tage lang – vom 5. bis 6. September 2023. Organisiert wurde sie von der Berliner Agentur Dreamrealizer und folgt sieben ähnlichen Präsentationen in verschiedenen europäischen Städten.
Die Pariser Schau beleuchtet Versaces enge Verbindung zu Frankreich, zeigt seine Haute-Couture-Kollektionen und erinnert an seine öffentlichen Auftritte in der Stadt. Fast 100 Outfits sind auf Mannequins arrangiert, die wie ein Laufsteg inszeniert und nach Themen gruppiert sind. Ein Höhepunkt ist der Bereich „Rock und Royalty“, in dem Entwürfe zu sehen sind, die von Lady Di, Elton John, Madonna, Grace Jones und Demi Moore getragen wurden.
Rund 450 Exponate füllen den Raum – von Schmuck und Wohnaccessoires bis hin zu seltenen Videointerviews. Ein Monitor zeigt sogar den französischen Wikipedia-Eintrag zum legendären, aber nicht ausgestelltem „Sicherheitsnadel-Kleid“ von Elizabeth Hurley. Die Ausstellung geht auch auf Kontroversen ein, etwa mit einem Zeitungsausschnitt, der 1992 fragte, ob Versaces Herbstkollektion „Chic oder grausam?“ gewesen sei.
Kuratiert wurde die Retrospektive von Dreamrealizer, einer Gruppe, die auf Versace-Ausstellungen spezialisiert ist. Ihre früheren Projekte tourten bereits durch europäische Metropolen, doch für das Musée Maillol ist dies die erste modebezogene Veranstaltung.
Die Ausstellung schließt am 6. September und bietet einen kurzen, aber intensiven Einblick in Versaces Erbe. Besucher können ikonische Designs, seltenes Filmmaterial und thematische Inszenierungen entdecken, die seinen prägenden Einfluss auf die Modewelt zeigen. Zwar fehlt Hurleys berühmtes Kleid, doch Verweise darauf bleiben Teil der Schau.






