06 February 2026, 22:33

Gil Ofarim wirft nach Geständnis erneut Manipulation im Davidstern-Skandal vor

David Letterman, gekleidet in Anzug und Krawatte, steht vor einer Menschenmenge, beleuchtet von Scheinwerfern und umgeben von einer Wand, wahrscheinlich bei der Premiere seines bevorstehenden Films.

Gil Ofarim Behauptet: Video ist eine Fälschung - Gil Ofarim wirft nach Geständnis erneut Manipulation im Davidstern-Skandal vor

Gil Ofarim hat sich erstmals seit seinem Geständnis vor Gericht öffentlich zum Davidstern-Skandal von 2021 geäußert. Bei einem Lagerfeuergespräch in der Sendung Ich bin ein Star – Holt mich hier raus! deutete er an, dass entscheidende Beweismittel in dem Fall manipuliert worden seien. Seine Aussagen kommen, nachdem er 2023 eingeräumt hatte, die Vorwürfe gegen einen Mitarbeiter eines Leipziger Hotels erfunden zu haben.

Der Streit begann im Oktober 2021, als Ofarim einem Angestellten des Westin Hotels in Leipzig Antisemitismus vorwarf. Er behauptete, der Mitarbeiter habe ihn aufgefordert, seinen Davidstern vor dem Check-in zu verstecken. Das Hotel setzte den Beschäftigten umgehend aus, der später mit Todesdrohungen konfrontiert wurde und seinen Job verlor. Überwachungsaufnahmen, die vor Gericht gezeigt wurden, belegten jedoch, dass Ofarim zum fraglichen Zeitpunkt die Kette gar nicht trug.

Ofarim hielt zunächst an seiner Version fest und behauptete, ein Zeuge habe die Kette gesehen. Doch im November 2023 gab er vor dem Landgericht Leipzig zu, die Vorfälle erfunden zu haben. Das Verfahren wurde eingestellt, nachdem er 10.000 Euro an die Jüdische Gemeinde Leipzig und die Gedenk- und Bildungsstätte Haus der Wannsee-Konferenz gezahlt hatte.

Nun behauptet Ofarim, das veröffentlichte Video sei bearbeitet worden. Den Zuschauern von Ich bin ein Star erzählte er, es fehlten Sekunden in der Aufnahme, und das Originalmaterial sei verändert worden. Zudem berief er sich auf eine Vertraulichkeitsvereinbarung als Grund für sein bisheriges Schweigen. Der Anwalt des beschuldigten Hotelmitarbeiters wies dies jedoch zurück – es habe lediglich eine Unterlassungserklärung gegeben.

Der Leipziger Hotelangestellte, der nach dem Vorfall psychologische Behandlung in Anspruch nehmen musste, ist bis heute arbeitslos. Ofarims jüngste Aussagen widersprechen seinem Geständnis von 2023, in dem er die Verantwortung für die falschen Anschuldigungen übernahm. Der Fall war bereits mit der Zahlung der Entschädigung und der Einstellung des Verfahrens abgeschlossen worden.