Graffiti-Sprühaktion in Dortmund: Fünf Jugendliche vor Gericht wegen Sachbeschädigung
Hans-Theo KuhlGraffiti-Sprühaktion in Dortmund: Fünf Jugendliche vor Gericht wegen Sachbeschädigung
Fünf Jugendliche müssen sich wegen Sachbeschädigung vor Gericht verantworten, nachdem die Polizei sie dabei ertappte, wie sie in Dortmund einen Stromverteilerkasten mit Graffiti besprühten. Die Gruppe, zwischen 17 und 19 Jahre alt, wurde in den frühen Morgenstunden nach einem Hinweis eines Anwohners gestellt. Ihre Sprühereien enthielten unter anderem den Slogan "ACAB" – den Beamte später mit einem Augenzwinkern als "All Cops Are Beautiful" (sinngemäß: "Alle Polizisten sind wunderschön") auflösten.
Der Vorfall begann kurz vor Mitternacht, als ein Nachbar die Jugendlichen in der Nähe des Kastens an der Ecke Zillestraße/Harkortstraße bemerkte und die Aktivitäten der Polizei meldete. Daraufhin rückte ein Streifenwagen aus.
Gegen 23:40 Uhr hatten sich die fünf mit einem Dacia in Richtung Hombruch abgesetzt. Die Beamten orteten das Fahrzeug schließlich um 0:30 Uhr in der Gildenstraße – das Kennzeichen stimmte mit den Angaben des Zeugen überein. Im Kofferraum fanden die Polizisten frische Farbe sowie Graffiti-Utensilien.
Bei den Beschuldigten handelt es sich um zwei 17-Jährige aus Dortmund und drei 19-Jährige aus Unna. Ihre Ausrüstung wurde beschlagnahmt, und ihnen wird nun Sachbeschädigung zur Last gelegt. Die Ermittler prüfen zudem, ob die Gruppe in derselben Nacht weitere Objekte in der Stadt besprüht haben könnte.
Den fünf drohen nun rechtliche Konsequenzen für den angerichteten Schaden. Die Polizei ermittelt weiter zu möglichen ähnlichen Vorfällen. Die sichergestellten Farben und Schablonen dienen als Beweismaterial.






