Grenzüberschreitende Katastrophenübung in Gangelt testet europäische Rettungskräfte
Ariane HolzapfelGrenzüberschreitende Katastrophenübung in Gangelt testet europäische Rettungskräfte
Großangelegte grenzüberschreitende Notfallübung in Gangelt, Kreis Heinsberg
Am Samstag fand in Gangelt im Kreis Heinsberg eine große grenzüberschreitende Notfallübung statt. Rettungskräfte aus Deutschland, Belgien und den Niederlanden arbeiteten gemeinsam, um ihre Reaktion auf eine simulierte Katastrophe zu testen. An der Übung beteiligten sich über 30 Behörden und Organisationen aus der Euregio, die trotz unterschiedlicher nationaler Gesetze und Systeme Hand in Hand agierten.
Das Szenario drehte sich um einen schweren Verkehrsunfall auf der Kreisstraße 13, die zugleich als Umgehungsstraße für Gangelt dient. Ein Gefahrguttransporter, ein Reisebus und mehrere Pkw waren in die simulierte Kollision verwickelt, bei der Dutzende Verletzte vorgetäuscht wurden. Niederländische Einheiten, ausgerüstet mit spezieller Schutzkleidung, hatten die Aufgabe, ein Leck am Lkw einzudämmen.
Im Rahmen der Übung kamen auch Drohnen zum Einsatz, um die Lage aus der Luft zu erfassen. Die Organisatoren sperrten die Straße für den Tag komplett, bevor sie am späten Samstagabend wieder freigegeben wurde. Trotz der Unterschiede in den nationalen Abläufen wurde die Übung später als Erfolg gewertet – ein Beweis für die wirksame Zusammenarbeit über Grenzen hinweg.
Für die Niederlande war es bereits das dritte Mal, dass sie direkt an der EMREX-Übung teilnahmen, gemeinsam mit Deutschland und Belgien. Ziel der Simulation war es, die Koordination zwischen den Rettungsdiensten für den Fall einer echten grenzüberschreitenden Krise zu stärken.
Die Übung bestätigte, dass die Einsatzkräfte der drei Länder trotz unterschiedlicher Vorschriften reibungslos zusammenarbeiten können. Das gelungene Ergebnis unterstreicht die Bedeutung gemeinsamer Trainings für künftige Notfälle. Die Kreisstraße 13 ist inzwischen wieder regulär befahrbar.






