Grüne fordern radikale Reformen für besseren Schienenverkehr in NRW
Ariane HolzapfelGrüne fordern radikale Reformen für besseren Schienenverkehr in NRW
Die Grünen haben eine Reihe von Forderungen vorgelegt, um den Schienenverkehr in Nordrhein-Westfalen zu verbessern. Ihre Vorschläge zielen darauf ab, Bahnfahrten zuverlässiger, sicherer und attraktiver für Fahrgäste zu gestalten. Die Pläne kommen zu einem Zeitpunkt, an dem große Bauprojekte für das regionale Schienennetz bevorstehen.
Die Fahrgäste hätten in letzter Zeit bei Störungen Geduld gezeigt, so Leon Kröck, Fraktionsvorsitzender der Solinger Grünen. Die Partei fordert nun eine Umleitung der RE2-Linie, um eine direkte Verbindung zwischen Solingen, Wuppertal und dem östlichen Ruhrgebiet zu schaffen. Zudem soll vor Beginn der Arbeiten am RRX-Projekt in der Nähe von Düsseldorf-Eller Mitte ein zusätzliches Weichensystem gebaut werden.
Die Grünen betonen, dass die Modernisierung des deutschen Schienennetzes notwendig sei, erkennen aber auch die aktuelle Belastung für Pendler an. Sie drängen auf schnellere Aufrüstungen der Signaltechnik und eine bessere Koordinierung der Bauarbeiten. Die Elektrifizierung und Verlängerung der S7-Linie bis Düsseldorf bleibt für die Partei ein zentrales Anliegen.
Lokale Bedürfnisse müssten in die Planungen des Landes und des Verkehrsverbunds Rhein-Ruhr (VRR) einfließen, insistiert die Partei. Ein gut funktionierendes Schienennetz sei entscheidend, um die Abhängigkeit vom Individualverkehr zu verringern.
Die Wiedereröffnung der RE7- und RB48-Strecken habe zwar kurzfristig für Entlastung gesorgt, doch weitere Einschränkungen seien absehbar. Die Vorschläge der Grünen sollen Modernisierung und verlässliche Verkehrsangebote in Einklang bringen – mit dem Fokus auf langfristige Verbesserungen für Fahrgäste in der gesamten Region.
