10 June 2026, 02:10

H2-Trust: Blockchain soll grünen Wasserstoff in Europa transparent machen

"Blockchain macht Daten zum Thema Wasserstoff transparent und unveränderlich"

H2-Trust: Blockchain soll grünen Wasserstoff in Europa transparent machen

Ein neues digitales System namens H2-Trust soll die Nachverfolgung von grünem Wasserstoff in ganz Europa revolutionieren. Das Projekt nutzt Blockchain-Technologie, um eine fälschungssichere Dokumentation der Wasserstoffproduktion zu schaffen – von den Energiequellen bis hin zu den Endverbrauchern. Mit einer Förderung von knapp 2 Millionen Euro zielt es darauf ab, Transparenz und Automatisierung in komplexe Lieferketten zu bringen.

Die Initiative H2-Trust startete im März 2024 und läuft bis Februar 2027. Sie erhält rund 2 Millionen Euro aus dem EFRE/JTF-Programm in Nordrhein-Westfalen unter dem Förderkennzeichen „EFRE-20200044“. Das System wird als Open-Source-Werkzeug entwickelt, um Abhängigkeiten von einzelnen Anbietern zu vermeiden und eine universelle Lösung für den Wasserstoffmarkt zu bieten.

Die Datenerfassung in H2-Trust erfolgt über verschiedene Methoden: manuelle Eingaben, CSV-Hochladen und direkte Anbindungen an IoT-Gateways. Sämtliche Informationen – von der Stromerzeugung bis zur Wasserstoffverteilung – werden in einem dezentralen Netzwerk gespeichert. Dadurch wird Transparenz gewährleistet, Manipulationen verhindert und jeder Schritt des Prozesses nachvollziehbar gemacht.

Eines der zentralen Ziele des Projekts ist die Automatisierung der Einhaltung der RED-Kriterien (Erneuerbare-Energien-Richtlinie). Allerdings bleibt dies aufgrund der vielfältigen Power-to-Hydrogen-Produktionsverfahren eine Herausforderung. Bis Mitte 2026 sollen erste Prototypen mit Industriepartnern getestet werden. Die vollständige Open-Source-Version wird bis Ende desselben Jahres erwartet.

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Das Team hinter H2-Trust beschreibt das System als einen „digitalen Fingerabdruck“ für Wasserstoff. Es soll zu einem europaweiten Standard werden, der behördliche Prüfungen vereinfacht und Lieferketten vollständig transparent macht.

Ab Mitte 2026 tritt H2-Trust in die Prototypenphase ein – gemeinsam mit Branchenpartnern. Sobald die Plattform vollständig als Open-Source verfügbar ist, könnte sie einen neuen Maßstab für die Rückverfolgung von grünem Wasserstoff setzen. Der blockkettenbasierte Ansatz des Projekts zielt darauf ab, die Datenintegrität zu sichern und gleichzeitig den Verwaltungsaufwand für Hersteller und Lieferanten zu verringern.

Quelle