Händler fordern bessere Restwerte und Rentabilität bei Stellantis-Marken
Hans-Theo KuhlHändler fordern bessere Restwerte und Rentabilität bei Stellantis-Marken
Fast 300 Händler nahmen an der diesjährigen Hauptversammlung des Verbands der deutschen Citroën-, DS- und Peugeot-Vertragspartner in Köln teil. Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen wachsende Sorgen der Einzelhändler über sinkende Restwerte und sinkende Rentabilität.
Die Händler brachten dringende Probleme zur Sprache, darunter schrumpfende Margen, steigende Kosten und Engpässe bei Ersatzteilen. Viele äußerten zudem Frust über den anhaltenden Rückgang der Restwerte bestimmter Modelle und forderten bessere Wiederverkaufsstrategien, die den Marktbedingungen entsprechen.
Eine aktuelle Umfrage unter den fast 200 teilnehmenden Betrieben zeigte deutliche Präferenzen: Über 90 % bevorzugen Leasingmodelle mit herstellergarantierten Restwerten oder Rückkaufoptionen.
Als Reaktion kündigte Stellantis an, die Garantieabwicklungsprozesse zu vereinfachen und die Außendienstteams auszubauen. Das Unternehmen versprach zudem konkrete Maßnahmen zur Verbesserung der Liquidität, um die Rentabilität ab 2026 zu steigern. Citroën verlängerte die Garantie auf bis zu acht Jahre – sowohl für Verbrenner als auch für Elektrofahrzeuge –, während Peugeot gemeinsam mit Stellantis Financial Services eine Kurzzeit-Unterstützungskampagne für junge Leasingrückläufer startete.
Alle drei Marken bestätigten ihr Ziel, die Verkäufe in Deutschland bis 2026 zu steigern – sowohl bei Modellen mit Verbrennungsmotor als auch bei Elektrofahrzeugen.
Die Versammlung unterstrich die Forderungen der Händler nach vereinfachten Garantieverfahren, besserer Ersatzteilverfügbarkeit und nachhaltigen finanziellen Verbesserungen. Stellantis und die Marken haben Maßnahmen skizziert, um diese Bedenken anzugehen; die Änderungen sollen in den kommenden Jahren greifen.






