Handy-Ablenkung auf Bahnsteig endet mit schwerem ICE-Unfall in Leichlingen
Horst FischerAblenken durch Handy auf dem Bahnsteig: Mann von durchfahrendem ICE erfasst - Handy-Ablenkung auf Bahnsteig endet mit schwerem ICE-Unfall in Leichlingen
Ein 27-jähriger Mann ist in Leichlingen (Nordrhein-Westfalen) von einem Hochgeschwindigkeitszug erfasst worden, nachdem er durch sein Handy abgelenkt worden war. Der Vorfall ereignete sich auf einem Bahnsteig und betraf einen ICE (Intercity-Express). Rettungskräfte eilten nach der Kollision zum Unfallort.
Der Zugführer hatte den Mann auf dem Bahnsteig bemerkt und sofort eine Notfallwarnung per Signalhorn ausgelöst. Eine Notbremsung wurde eingeleitet, doch der Zusammenstoß ließ sich nicht mehr verhindern. Das Opfer erlitt eine schwere Kopfverletzung und wurde mit einem Rettungshubschrauber in ein Universitätsklinikum im nahegelegenen Sankt Augustin geflogen.
Die Bundespolizei ermittelt nun zu den Umständen des Unfalls. Aufgrund des Vorfalls musste die Bahnstrecke vorübergehend gesperrt werden, was zu Verspätungen für Reisende führte. Offizielle Zahlen zu ähnlichen Unfällen durch Ablenkung auf deutschen Bahnsteigen in den letzten Jahren liegen den Behörden zufolge nicht vor.
Der Verletzte befindet sich nach dem Transport ins Krankenhaus weiterhin in ärztlicher Behandlung. Die Strecke wurde inzwischen wieder freigegeben, doch die Ermittlungen dauern an. Die Bundespolizei wird prüfen, ob weitere Maßnahmen erforderlich sind.






