29 December 2025, 20:05

„Hoffnung im Dunkeln“: Wie afghanische Frauen in Bergisch Gladbach ihre Geschichten erzählen

Eine Frau ist in der Mitte des Bildes dargestellt, mit Text oben.

„Hoffnung im Dunkeln“: Wie afghanische Frauen in Bergisch Gladbach ihre Geschichten erzählen

Eine neue Ausstellung in Bergisch Gladbach gibt afghanischen Frauen unter Taliban-Herrschaft eine Stimme."Hoffnung im Dunkeln" wurde am 26. November 2025 im Volkshochschulzentrum eröffnet und präsentiert persönliche Werke, die von ihren Kämpfen, Emotionen und Forderungen erzählen. Die Veranstaltung sorgte besonders durch eine eindringliche Rede von Lailoma Nemani für Aufmerksamkeit – sie war früher leitende Beamtin im afghanischen Ministerium für Frauenangelegenheiten.

Organisiert wurde die Ausstellung von einem Bündnis aus Initiativen, darunter Terre des Femmes, Aktion Neue Nachbarn und der Fachdienst Jugendmigration Rhein-Berg. Weitere Partner wie das Himmel & Ääd-Begegnungscafé und die Evangelische Kirchengemeinde Altenberg/Schildgen unterstützten das Projekt. S.A., eine Frauenrechtsaktivistin und Mitbegründerin der Ausstellung, teilte persönliche Berichte über die Herausforderungen, denen Mädchen und Frauen in Afghanistan täglich gegenüberstehen.

Beim Eröffnungabend rief Nemani die Besucher:innen auf, sich mit dem Alltag afghanischer Frauen auseinanderzusetzen. Sie forderte mehr Solidarität und Engagement, um ihre Stimmen hörbarer zu machen. Die ausgestellten Werke – von Kunst bis zu schriftlichen Zeugnissen – bieten einen direkten Einblick in das Leben unter den Restriktionen der Taliban.

Die Ausstellung ist noch bis zum 16. Januar 2026 zu sehen. Das Volkshochschulzentrum in der Buchmühlenstraße 12 hat montags bis freitags von 8:00 bis 21:00 Uhr geöffnet, an Feiertagen bleibt es geschlossen.

"Hoffnung im Dunkeln" schafft eine seltene Plattform, auf der afghanische Frauen ihre Geschichten teilen können. Durch die Präsentation ihrer Kreativität und Widerstandskraft soll die Ausstellung Bewusstsein schaffen und Unterstützung mobilisieren. Die Organisator:innen hoffen, dass sie den Dialog über Frauenrechte in Afghanistan weiter anregt.