18 April 2026, 06:13

Ibbenbüren setzt auf 23-Millionen-Neubau trotz nur fünf angemeldeten Hauptschülern

Eine Gruppe von Kindern sitzt an Tischen in einem Klassenzimmer, umgeben von Büchern und Stiften, mit Papieren an der Wand dahinter.

Ibbenbüren setzt auf 23-Millionen-Neubau trotz nur fünf angemeldeten Hauptschülern

Ibbenbüren plant trotz sinkender Schülerzahlen Neubau für Gemeinschafts-Hauptschule – 23 Millionen Euro Investition

Trotz rückläufiger Schülerzahlen wird in Ibbenbüren ein neues Schulgebäude für die Gemeinschafts-Hauptschule gebaut – für 23 Millionen Euro. Die Entscheidung fällt in eine Phase des Umbruchs im Bildungssystem der Stadt: Für das Schuljahr 2025/2026 sind bisher nur fünf Schülerinnen und Schüler angemeldet. Die meisten politischen Parteien unterstützen das Vorhaben, das bis 2030 zwei veraltete Standorte durch einen modernen Neubau ersetzen soll.

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Aktuell ist die Gemeinschafts-Hauptschule auf zwei veraltete Gebäude verteilt, die beide dringend sanierungsbedürftig sind. Die Pläne für einen zentralen Neubau wurden nun genehmigt; die Fertigstellung ist für 2030 vorgesehen. Die Investition von 23 Millionen Euro unterstreicht das langfristige Engagement der Stadt – auch wenn die Anmeldungen für das kommende Jahr auf nur noch fünf Kinder gesunken sind.

Die Mehrheit der Ibbenbürener Parteien steht hinter dem Projekt, lediglich eine Fraktion lehnt es ab. Die rund 50.000 Einwohner zählende Stadt verfügt bereits über zwei Gymnasien, eine katholische Realschule und eine Gesamtschule, die jedoch auf maximal vier Klassen pro Jahrgangsstufe begrenzt ist. Eltern der Hauptschule fordern seit Langem längeres gemeinsames Lernen sowie die Möglichkeit, dass leistungsschwächere Schülerinnen und Schüler dort ihr Abitur ablegen können.

Die Schule selbst ist als qualitätsgeprüfte Bildungseinrichtung zertifiziert, wenn auch die Inspektoren in den Bereichen Störungsmanagement und methodische Anpassungsfähigkeit im Unterricht Nachholbedarf sahen. Dennoch bleibt sie ein inklusiver Ort, der Geflüchtete, Quereinsteiger und Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf aufnimmt. Die ehemalige Lehrerin Maria Frank, die neben ihrem Unterricht auch eine Buchhandlung betrieb und Kunst unterrichtete, steht für die Tradition der Schule, Bildung mit gesellschaftlichem Engagement zu verbinden.

Der Neubau wird die beiden alten Standorte der Hauptschule in einem modernen Gebäude zusammenführen. Mit der für 2030 geplanten Fertigstellung soll die Einrichtung den sich wandelnden Bildungsbedürfnissen Ibbenbürens gerecht werden – unabhängig von den derzeit niedrigen Schülerzahlen. Die Entscheidung zeigt, dass die Stadt langfristige Infrastrukturprojekte über kurzfristige Auslastungsfragen stellt.

Quelle