Ibbenbüren setzt auf Beschleunigungsgesetz für schnelleren Wohnungsbau
Ariane HolzapfelIbbenbüren setzt auf Beschleunigungsgesetz für schnelleren Wohnungsbau
Ibbenbüren bereitet sich darauf vor, den Wohnungsbau mit einem neuen rechtlichen Instrument zu beschleunigen. Die Stadt und ihre Partner arbeiten an Richtlinien zur Anwendung des sogenannten Beschleunigungsgesetzes für den Wohnungsbau. Mit dieser Änderung sollen bürokratische Hürden abgebaut und Baugenehmigungen für Wohnprojekte schneller erteilt werden.
Das Gesetz beseitigt ein zentrales Hindernis für neuen Wohnraum: Kommunen müssen vor der Genehmigung von Projekten keine detaillierten Bebauungspläne (B-Pläne) mehr erstellen oder aktualisieren. Stattdessen können die Behörden Genehmigungen in einem vereinfachten Verfahren beschleunigen.
Um dies in Ibbenbüren umzusetzen, hat sich eine Arbeitsgruppe gebildet. Beteiligt sind die Stadtverwaltung, Vertreter des Kreises Steinfurt, Wohnungsbaugenossenschaften und soziale Wohnungsanbieter. Auch das kommunale Sozialamt, Mietervertreter, juristische Berater und Landeswohnungsbau-Experten wirken mit. Ihre Aufgabe ist es, gemeinsame Leitlinien vor der nächsten Ratssitzung zu erarbeiten. Diese Regeln sollen festlegen, wie das beschleunigte Verfahren vor Ort funktioniert – abgestimmt auf regionale Bedürfnisse und rechtliche Vorgaben.
Sobald die Richtlinien finalisiert sind, legen sie fest, wie Ibbenbüren das neue Gesetz anwendet. Ziel ist es, Verzögerungen bei Wohnungsgenehmigungen zu verringern, ohne die Kontrolle zu vernachlässigen. Die Stadt erwartet, dass sich die Bauzeiten verkürzen, sobald der Rahmen steht.