17 June 2026, 18:27

Innenministerkonferenz vertagt Entscheidungen zu Pyrotechnik im Fußball auf Herbsttagung

Bericht: IMK verschiebt Entscheidung zu Pyrotechnik in Stadien

Innenministerkonferenz vertagt Entscheidungen zu Pyrotechnik im Fußball auf Herbsttagung

Die Innenministerkonferenz (IMK) hat beschlossen, vorerst keine neuen Maßnahmen gegen gewalttätige Ausschreitungen in Fußballstadien einzuführen. Die Frage der Pyrotechnik, die weiterhin ein großes Sicherheitsproblem darstellt, soll stattdessen auf die Herbstkonferenz vertagt werden. Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul kritisierte den mangelnden Fortschritt bei der Lösung des Problems.

Ursprünglich hatte die IMK vor, eine Strategie zur besseren Durchsetzung des Pyrotechnik-Verbots in Stadien vorzulegen. Doch der Entwurf der Resolution sprach lediglich von einem „konstruktiven Austausch über die Ahndung von Verstößen“ – ohne konkrete Pläne. Bisherige Bußgelder gegen Pyrotechnik haben sich oft als wirkungslos erwiesen, und auch Pilotprojekte mit Detektoren brachten kaum Erfolge.

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Reul forderte schärfere Kontrollen, darunter Durchsuchungen von Ultra-Fanräumen und eine verstärkte Videoüberwachung, um zu verhindern, dass Gegenstände über Zäune geworfen werden. Zudem kritisierte er den Schiedsrichter, der das DFB-Pokalfinale im Mai trotz Pyrotechnik-Vorfällen nicht abgebrochen hatte. Trotz dieser Bedenken hält die IMK an ihrer Haltung fest, vorerst keine weiteren Maßnahmen zu beschließen.

Die Konferenz räumte ein, dass Pyrotechnik nach wie vor eines der größten Sicherheitsprobleme im Fußball bleibt. Gleichzeitig betonte sie, dass das Problem nicht mit einer einzelnen Maßnahme oder von einer einzelnen Seite aus gelöst werden könne.

Die Entscheidung bedeutet, dass es vorerst keine unmittelbaren Änderungen im Umgang mit Stadiongewalt geben wird. Das Thema soll nun auf der Herbsttagung erneut beraten werden. Die aktuellen Maßnahmen, die Reul als unzureichend bewertet, bleiben vorerst bestehen.

Quelle