17 April 2026, 08:12

Italienische Staatsbahn FS drängt mit Hochgeschwindigkeitszügen auf deutschen Markt

Eine Karte von Italien mit einer blauen Linie, die eine kreisförmige Bahnroute von Rom nach Rom nachzeichnet, beschriftet mit Städten und Ortschaften entlang des Weges.

Italienische Staatsbahn FS drängt mit Hochgeschwindigkeitszügen auf deutschen Markt

Italienische Staatsbahn FS plant Einstieg in deutschen Fernverkehr

Die italienische Staatsbahn Ferrovie dello Stato (FS) will auf dem deutschen Fernverkehrsmarkt Fuß fassen und damit die Deutsche Bahn herausfordern, die derzeit mit einem Marktanteil von rund 95 Prozent eine Quasi-Monopolstellung innehat. FS erwägt nun, bis zu 50 Hochgeschwindigkeitszüge in Deutschland einzusetzen.

Bereits heute ist FS über seine Tochtergesellschaft Netinera im deutschen Regionalverkehr aktiv. Jetzt strebt das Unternehmen eine Ausweitung auf den Fernverkehr an. Gelingt der Vorstoß, wäre FS nach Flix der zweite große Konkurrent der Deutschen Bahn.

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Flix bedient bereits stark frequentierte Strecken wie Berlin–Hamburg sowie Verbindungen zwischen Berlin und Nordrhein-Westfalen. FS will einer ähnlichen Strategie folgen und sich auf stark nachgefragte Korridore konzentrieren. Der italienische Betreiber hat zwar noch keine konkreten Strecken genannt, prüft aber derzeit die Marktmöglichkeiten für eine Expansion.

Jahre lang dominierte die Deutsche Bahn den deutschen Fernverkehr. Mit dem Einstieg von FS könnten Reisende bald mehr Optionen für intercity-Verbindungen erhalten. Die Erfahrung des italienischen Unternehmens im Hochgeschwindigkeitsverkehr könnte zudem neuen Wettbewerb in puncto Tempo und Servicequalität entfachen.

Der mögliche Markteintritt von FS würde eine bedeutende Veränderung der deutschen Bahnlandschaft einläuten. Die Pläne sehen den Einsatz von bis zu 50 Zügen vor und würden die Auswahl für Fahrgäste erhöhen. Wird der Vorstoß genehmigt, könnte dies den Wettbewerb in einem Markt neu ordnen, der lange von der Deutschen Bahn kontrolliert wurde.

Quelle