K 2025 in Düsseldorf: Pfandsystem reduziert 97 % des Becher-Abfalls durch Kreislaufwirtschaft
Ariane HolzapfelK 2025 in Düsseldorf: Pfandsystem reduziert 97 % des Becher-Abfalls durch Kreislaufwirtschaft
Wiederverwendungssystem bei der K 2025 in Düsseldorf reduziert Abfall und zeigt, wie Großveranstaltungen Kreislaufwirtschaft umsetzen können
Ein Pfandsystem für Mehrwegbecher auf der K 2025 in Düsseldorf hat erfolgreich Abfall verringert und demonstriert, wie auch große Veranstaltungen kreislauforientierte Praktiken einführen können. Das von Borealis und der Messe Düsseldorf geleitete Projekt verteile 50.000 langlebige Polypropylen-Becher – mit einer Rückgabequote von über 97 %. Die Veranstalter sehen darin nun ein funktionierendes Modell für künftige Messen.
Den Anfang machte Borealis, das leichte, robuste Becher aus chemisch recyceltem Polypropylen lieferte. Die monomaterialbasierten Becher waren speziell für einfaches Recycling konzipiert und eigneten sich sowohl für heiße als auch für kalte Getränke. Rund 50.000 Stück wurden auf dem Messegelände eingesetzt und ersetzten so Einweg-Alternativen.
Besucher gaben die Becher über ein dediziertes System mit etwa 50 Sammelstellen zurück. Zwei zentrale Partner unterstützten die Umsetzung: Cupcycle übernahm die Logistik der Becher, während die Bühne GmbH für Reinigung und Aufbereitung zuständig war. Trotz des großen Umfangs bestand die größte Herausforderung darin, sicherzustellen, dass die Gäste die Sammelstellen korrekt nutzten.
Der Versuch bewies, dass Mehrwegsysteme selbst bei stark frequentierten Großveranstaltungen effizient funktionieren können. Die Veranstalter sammelten praxisnahe Erkenntnisse, um den Ansatz weiter zu verfeinern und die Verbreitung solcher Systeme in Zukunft zu fördern.
Mit einer Rückgabequote von 97 % zeigte das Projekt eine hohe Akzeptanz bei den Besuchern. Sein Erfolg liefert nun ein klares Konzept für andere große Events, die ihren Abfall reduzieren möchten. Die Verantwortlichen wollen die gewonnenen Erkenntnisse nutzen, um Wiederverwendungssysteme in den kommenden Jahren weiter auszubauen und zu optimieren.