09 March 2026, 12:14

Kathrin Marchand schreibt bei Olympia 2026 in Mailand-Cortina Sportgeschichte

Eine Person auf Skiern mit einem Stock in der Hand vor schneebedeckten Bergen auf einem Plakat, das einen Wintersport in Graubünden, Schweiz, bewirbt, mit Text, der Informationen zum Sport enthält.

Kathrin Marchand schreibt bei Olympia 2026 in Mailand-Cortina Sportgeschichte

Kathrin Marchand wird bei den Winter-Paralympics 2026 in Mailand-Cortina Geschichte schreiben. Die 35-Jährige wird die erste Athletin sein, die sowohl bei den Sommer- als auch bei den Olympischen und Paralympischen Spielen an den Start geht. Ihr Weg zu diesem Meilenstein war alles andere als gewöhnlich.

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Marchands sportliche Laufbahn begann im Rudern, wo sie Deutschland bei zwei Olympischen Spielen vertrat – 2012 in London und 2016 in Rio de Janeiro. Ein Schlaganfall im Jahr 2021 zwang sie, sich aus dem Spitzensport im Rudern zurückzuziehen, doch ihr Wettkampfgeist blieb ungebrochen. Nach einem Fernsehbericht über Para-Sportarten beschloss sie, ins Training zurückzukehren.

Es folgte der Wechsel zum Skilanglauf, und nach nur 14 Monaten intensiver Vorbereitung qualifizierte sie sich für die olympischen winterspiele 2026. Dies wird ihr erstes Antreten bei winterspielen sein – zuvor war sie im Para-Rudern bei den Sommer-Paralympics am Start.

Bei den Paralympics 2024 in Paris verpasste Marchand im gemischten Vierer mit Steuermann nur um Hundertstel Sekunden die Bronzemedaille. Nun bereitet sie sich auf ihr Debüt bei den Winter-Paralympics vor, wo sie im klassischen Sprint und über 10 Kilometer klassische Technik an den Start geht. Ihr Wettkampfstil ist ungewöhnlich: Sie wird in knielangen Hosen und einem kurzärmeligen Shirt antreten – eine Premiere für eine Athletin bei Olympischen und Paralympischen Spielen.

Um sich voll auf ihre Winterkarriere konzentrieren zu können, gab Marchand ihre Festanstellung als Ärztin auf und arbeitet seitdem freiberuflich in Teilzeit. Zwar zeigt sie sich zurückhaltend bei Medaillenerwartungen, doch langfristig könnte nach den Winter-Paralympics auch ein Einstieg in den Biathlon folgen. Eisschnelllauf steht für sie derzeit jedoch nicht auf dem Plan.

Marchands Debüt bei den Winter-Paralympics 2026 wird ein historischer Moment im Sport sein. Ihr Wechsel vom Rudern zum Skilanglauf in weniger als zwei Jahren unterstreicht ihre Entschlossenheit. Die bevorstehenden Rennen in Mailand-Cortina werden ihre Fähigkeiten in einer neuen Disziplin auf die Probe stellen – mit Blick auf künftige Herausforderungen über die Spiele hinaus.

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