Kempen setzt auf klimaneutrales Gewerbegebiet durch lokale Unternehmensnetzwerke
Olav RuppertKempen setzt auf klimaneutrales Gewerbegebiet durch lokale Unternehmensnetzwerke
Lokale Verantwortungsträger in Kempen haben einen weiteren wichtigen Schritt auf dem Weg zu einem klimaneutralen Gewerbegebiet unternommen. Rund 40 Unternehmensvertreter trafen sich kürzlich bei einer Netzwerkveranstaltung, um konkrete Maßnahmen zur Reduzierung von CO₂-Emissionen in Handel und Industrie zu erörtern. Die Initiative, unterstützt von der Stadt Kempen, der IHK, den Stadtwerken Kempen und dem Kempen Business Association, gewinnt an Fahrt, da immer mehr Unternehmen auf Solarenergie und nachhaltige Praktiken setzen.
Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen praxisnahe Beispiele zur Dekarbonisierung, darunter der Einsatz von Photovoltaik(PV)-Anlagen. Referenten beleuchteten wirtschaftliche und rechtliche Rahmenbedingungen für Solaranlagen sowie Aspekte wie Brandschutz, Versicherungen und Netzstabilität. Dr. Dorothee Ströh, Klimaschutzbeauftragte der Stadt Kempen, präsentierte die eigenen Bemühungen der Kommune, etwa die Installation neuer PV-Anlagen auf städtischen Gebäuden.
Alois Müller GmbH war durch Tobias Jahn und Markus Heigele vertreten, die von ihren Erfahrungen beim Übergang zu klimaneutralen Betriebsabläufen berichteten. Sie riefen andere lokale Unternehmen auf, sich der Initiative anzuschließen, und betonten die Vorteile eines frühen Engagements. Unterdessen stellten Carsten Seel und Ludger Rupp ihr neues Projekt "Bürgerenergie Kempen" vor, das die wachsende Unterstützung für erneuerbare Energien in der Region unterstreicht.
Der Anstoß für das klimaneutrale Gewerbegebiet erfolgte 2024, als die IHK eine Machbarkeitsstudie für das Industriegebiet "Industriering Ost / Am Selder" in Auftrag gab. Auch die Stadtwerke Kempen haben ihre aktive Mitwirkung an der Umsetzung des Projekts zugesagt. Peter Nieskens, Vorsitzender des Kempen Business Association, hob hervor, dass die Veranstaltung einen echten Fortschritt auf dem Weg zu den Zielen der Initiative darstelle.
Die Netzwerkveranstaltung brachte zentrale Akteure – von kommunalen Vertretern bis hin zu Wirtschaftsführern – zusammen, um das Vorhaben voranzutreiben. Mit praxisorientierten Diskussionen zu Solarenergie und regulatorischen Anforderungen rückt die Realisierung des Projekts näher. Die nächsten Schritte hängen von der weiteren Zusammenarbeit zwischen Behörden, Unternehmen und Energieversorgern ab.