07 May 2026, 20:16

Köln streicht Radweg in Refrath – Personalmangel blockiert Straßenprojekte

Gebäude mit wenigen Fahrradfahrern auf einer Straße.

Köln streicht Radweg in Refrath – Personalmangel blockiert Straßenprojekte

Kölner Ausschuss für Mobilität und Verkehr prüft Straßenprojekte – Radweg in Refrath gestrichen, Personalmangel bremst Umsetzung

In seiner jüngsten Sitzung hat der Kölner Ausschuss für Mobilität und Verkehr mehrere Straßenbauvorhaben begutachtet. Zu den zentralen Beschlüssen gehörten die Streichung eines Radwegs in Refraths Hasenweg sowie Pläne für künftige Sanierungen. Doch durch Haushaltskürzungen fehlt der Stadt das Personal, um die Vorhaben wie geplant umzusetzen.

Das Radwegprojekt am Hasenweg wurde offiziell aufgegeben. Bürgermeisterstellvertreter Ragnar Migenda gab das Scheitern der Pläne bekannt, nachdem das Kölner Verwaltungsgericht die Umsetzung für rechtswidrig erklärt hatte. Die bereits getroffenen Maßnahmen werden nun rückgängig gemacht; die Straße kehrt damit in ihren ursprünglichen Zustand zurück.

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Zudem billigte der Ausschuss das Maßnahmenprogramm 2026–2028, wobei zunächst nur die Projekte für 2026 final beschlossen wurden. Darunter fällt der Bau geschützter Radspuren beidseitig der Paffrather Straße zwischen Reuterstraße und Stationsstraße. Ein weiteres Großvorhaben, die Sanierung der Leverkuser Straße, soll in der zweiten Jahreshälfte 2027 beginnen.

Die CDU brachte einen Antrag ein, die Zufahrt für Lkw in der Straße „Auf der Kaule“ in Refrath zu verbessern. Dafür soll die angrenzende Waldfläche um zwei Meter zurückgebaut werden, um die Straße zu verbreitern. Unklar bleibt jedoch, ob die Stadt solche Projekte angesichts der Personalknappheit überhaupt umsetzen kann.

Drastische Haushaltskürzungen haben die Abteilung für statische Verkehrsmanagement auf nur noch eine Mitarbeiterin reduziert – diese befindet sich derzeit jedoch im Urlaub. Der akute Personalmangel könnte dazu führen, dass viele Instandhaltungs- und Ausbauprojekte verzögert werden oder ganz entfallen.

Die Beschlüsse des Ausschusses zeigen sowohl Fortschritte als auch Herausforderungen bei Kölns Infrastrukturplänen. Zwar sind neue Radwege und Straßensanierungen vorgesehen, doch der Personalmangel droht die Umsetzung zu verlangsamen. Die Stadt steht nun vor der Aufgabe, ehrgeizige Vorhaben mit begrenzten Ressourcen in Einklang zu bringen.

Quelle