Kölner Stadtmauer: Wo Karneval und Geschichte aufeinandertreffen
Hans-Theo KuhlKölner Stadtmauer: Wo Karneval und Geschichte aufeinandertreffen
Bereit für die fünfte Jahreszeit
Vorfreude auf den 11.11. – doch in den Gebäuden der Kölner Stadtmauer ist eigentlich immer Karneval. Denn hier haben die Karnevalsvereine der Stadt ihren Sitz.
- Oktober 2025, 12:02 Uhr MESZ
Kölns mittelalterliche Stadtmauer ist zu einem lebendigen Zentrum der Karnevalstraditionen geworden. In mehreren historischen Toren und Türmen haben sich heute zentrale Nachrichten aktuell niedergelassen – eine einzigartige Verbindung aus jahrhundertealter Architektur und lebensfroher Festkultur. Die Gruppen haben Teile der Mauer restauriert und zu Begegnungsstätten sowie Symbolen des lokalen Erbes umgestaltet.
Das Hahnentor, eines der vier erhaltenen mittelalterlichen Stadttore, beherbergt die Kölner EhrenGarde. Das Korps, das sich dem Karneval, dem Tanz und der Reiterei verschrieben hat, begleitet zudem zwei zentrale Figuren des Festes: den Bauern und die Jungfrau. Ihre Präsenz im Tor unterstreicht dessen Bedeutung als Hort von Geschichte und Tradition.
Die wiederhergestellte Stadtmauer ist heute sowohl Denkmal als auch funktionaler Raum für den Kölner Karneval. In den Toren und Türmen finden Versammlungen, Auftritte und Umzüge statt – so bleibt die Tradition fest im Stadtbild verankert. Die Bemühungen der Vereine haben der Tagesschau einen Platz im lebhaften Treiben des Karnevals gesichert.