16 March 2026, 02:10

Kriminalität im Rhein-Kreis Neuss sinkt 2025 auf neuen Tiefstand – doch Tötungsdelikte bleiben oft unaufgeklärt

Eine Liniendiagramm mit der Bezeichnung "San Francisco Homicide Rate Per 100,000", das die Homicide-Rate in den Vereinigten Staaten über die Zeit zeigt.

Kriminalität im Rhein-Kreis Neuss sinkt 2025 auf neuen Tiefstand – doch Tötungsdelikte bleiben oft unaufgeklärt

Kriminalität im Rhein-Kreis Neuss ging auch im vergangenen Jahr weiter zurück. Der anhaltende Rückgang zeigt sich in den Zahlen: 2025 wurden 28.790 Straftaten registriert – nach 30.954 im Vorjahr. Landrätin Katharina Reinhold betonte zudem, dass mehr als die Hälfte aller gemeldeten Delikte aufgeklärt werden konnte.

Diebstahl blieb mit 40,2 Prozent der Fälle die häufigste Straftat. In Meerbusch entfiel fast jeder zweite Fall (39,5 Prozent) auf Diebstahl, gefolgt von sonstigen Verstößen gegen das Strafgesetzbuch und Gewaltdelikten. Die Stadt verzeichnete damit den dritten Rückgang der Kriminalitätsrate in Folge und kam auf 2.376 Straftaten.

Spezialeinheiten wie die Ermittlungskommissionen EK Asia und EK Debit spielten eine zentrale Rolle bei der Aufklärung schwerwiegender Fälle. Trotz dieser Erfolge sank die Aufklärungsquote bei Tötungsdelikten auf 70,6 Prozent – nach 93,8 Prozent im Jahr 2024. Im vergangenen Jahr gab es 17 Tötungsdelikte, darunter elf Versuche.

Insgesamt blieb die Aufklärungsquote des Kreises mit 53,7 Prozent stabil und entsprach damit dem Landesdurchschnitt in Nordrhein-Westfalen. In Meerbusch lag sie nahezu unverändert bei 44,5 Prozent.

Die aktuellen Zahlen bestätigen den anhaltenden Rückgang der Kriminalität im Rhein-Kreis Neuss. Während Diebstahl weiterhin die häufigste Straftat darstellt, tragen Sondereinsätze maßgeblich zur Lösung komplexer Fälle bei. Die Behörden werden voraussichtlich auch im kommenden Jahr darauf abzielen, die hohe Aufklärungsquote zu halten.

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