Krischer diskutiert Solingens Verkehrswende mit Bürgern und Politikern vor Ort
Horst FischerKrischer diskutiert Solingens Verkehrswende mit Bürgern und Politikern vor Ort
Nordrhein-Westfalens Umwelt- und Verkehrsminister Oliver Krischer besuchte diese Woche Solingen im Rahmen der Regionaltournee der Grünen. Im Mittelpunkt der Reise stand die nachhaltige Verkehrspolitik, wobei über Radwegeinfrastruktur und Verkehrsmanagement diskutiert wurde. An den Gesprächen beteiligten sich lokale Politiker, Fachleute und Bürger, um auf drängende Probleme der Stadt aufmerksam zu machen.
Krischer begann seinen Besuch mit einer Begehung kritischer Verkehrsbrennpunkte. Finn Grimsehl-Schmitz, der grüne Stadtrat und Organisator der Veranstaltung, führte ihn entlang der Kamper Straße, wo fehlende Radspuren Sicherheitsrisiken bergen. Zudem besichtigten sie die geplante neue Verbindung zwischen dem Gewerbegebiet Scheuren und der Viehbachtalstraße, die den Schwerlastverkehr aus den Wohngebieten in Merscheid umlenken und die Veloroute 2 aufgewerten soll.
Am Abend versammelten sich rund 80 Bürger im Cobra-Veranstaltungsort zu einer öffentlichen Diskussion. Neben Krischer nahmen die Landesvorsitzende der Grünen, Yazgülü Zeybek, und der Mobilitätsforscher Professor David Kohlrautz teil. Debattiert wurden klimafreundliche Verkehrslösungen und deren wirtschaftliche Auswirkungen, wobei die Anwesenden Fragen zu lokalen Infrastrukturbedürfnissen stellten.
Bürgermeister Daniel Flemm (CDU) nutzte die Gelegenheit, um Landesmittel für Solingens Verkehrsprojekte einzufordern. Zudem forderte er eine Überprüfung des Landesverkehrswegebauplans, da die aktuellen Vorgaben die Herausforderungen der Stadt nicht ausreichend berücksichtigten. Krischer lobte die breite Einigkeit unter lokalen Verantwortlichen, Verwaltung und Wirtschaft bei den Zielen für eine nachhaltige Verkehrswende und bezeichnete dies als "solide Grundlage für künftige Fortschritte".
Der Besuch unterstrich Solingens Bestrebungen, Radinfrastruktur und Verkehrsmanagement zu verbessern. Die Gespräche Krischers mit Bürgern und Verantwortlichen machten deutlich, wie dringend Landesunterstützung für die Modernisierung zentraler Strecken ist. Die geplante Umgehungsstraße und die Aufwertung der Veloroute 2 bleiben Kernstücke der städtischen Pläne für einen sicheren und umweltfreundlichen Verkehr.






