06 February 2026, 20:34

Kubistisches Oktoberfest-Plakat 2025 verbindet Tradition mit moderner Kunst

Eine Menschenmenge, die eine Straße mit Zelten, Fahrzeugen und Bäumen entlanggeht, mit einem Bogen und einem klaren blauen Himmel im Hintergrund und Polen mit Fahnen auf der linken Seite, wahrscheinlich das Oktoberfest in München, Deutschland.

Oktoberfest-Plakat 2026: Wiesn-Embleme in farbenfroher Pracht - Kubistisches Oktoberfest-Plakat 2025 verbindet Tradition mit moderner Kunst

Das offizielle Plakat für das diesjährige Münchner Oktoberfest wurde enthüllt und präsentiert ein markantes, kubistisch-expressionistisches Design. Der Grafikdesigner Florian Huber schuf das Kunstwerk, das Tradition mit modernem Flair verbindet und die sich wandelnde Identität des Festes widerspiegelt. Der Siegerentwurf setzte sich in einem Wettbewerb mit 129 Einreichungen und einer öffentlichen Abstimmung durch.

Der Wettbewerb startete mit 129 Entwürfen, von denen 88 in eine Online-Publikumsabstimmung kamen. Die 30 besten Arbeiten wurden anschließend anonym einer Jury vorgestellt – darunter auch Hubers Design, das trotz eines zweiten Platzes in der Publikumswertung überzeugte. Sein Plakat zeigt ikonische Oktoberfest-Symbole wie ein Riesenrad, die Frauentürme, eine Tuba, ein Maß Bier und eine Brezel, alles in einer lebendigen, stilisierten Darstellung.

In den letzten zwei Jahrzehnten haben sich die Plakatmotive des Festes von traditionellen bayerischen Elementen wie Dirndl, Lederhosen und Alpenlandschaften hin zu abstrakteren, digitalen und popkulturell inspirierten Stilen entwickelt. Während frühere Künstler wie Otto Durr noch folkloristische Themen in den Vordergrund stellten, dominieren in jüngerer Zeit – etwa in den Werken von Barbara Boensch in den 2010er-Jahren oder Felix Birkfellners Design von 2023 – mutigere, reduzierte Formen. Hubers Entwurf führt diese Entwicklung fort und verbindet kulturelles Erbe mit zeitgemäßer Ästhetik.

Die Jury lobte sein Design als dynamisch, modern und emotional ansprechend. Huber erhielt 2.500 Euro Preisgeld sowie eine Lizenzgebühr von 5.000 Euro. Den zweiten Platz belegte der Münchner Designer Karl-Roland Hefter, der 1.250 Euro gewann, während Philipp Dauer, ebenfalls aus München, mit 500 Euro Dritter wurde.

Das diesjährige Oktoberfest findet vom 19. September bis zum 4. Oktober auf der Theresienwiese statt. Das Plakatdesign, das an Lyonel Feiningers künstlerischen Ansatz erinnert, schafft eine Brücke zwischen Tradition und Moderne und gibt den Ton für die bevorstehenden Feierlichkeiten vor.

Das Siegerplakat wird in ganz München ausgestellt und läutet damit die Festivalsaison ein. Hubers Entwurf, der durch eine Kombination aus Publikumsvoting und Juryentscheid ausgewählt wurde, unterstreicht die anhaltende Transformation des visuellen Erscheinungsbildes des Oktoberfests. Das Fest selbst dauert 16 Tage – vom 19. September bis zum 4. Oktober.