Laserpointer blendet Hubschrauberpilot über Willich – Polizei ermittelt wegen gefährlichem Eingriff
Olav RuppertLaserpointer blendet Hubschrauberpilot über Willich – Polizei ermittelt wegen gefährlichem Eingriff
Hubschrauberpilot durch Laserpointer vorübergehend geblendet
Am 3. Februar 2026 wurde ein Hubschrauberpilot während eines Fluges über Willich von einem grellen Lichtstrahl vorübergehend geblendet. Der Vorfall ereignete sich gegen 19:10 Uhr in der Nähe der Neustraße und des Brockelswegs und löste umgehend Ermittlungen der Polizeiticker Berlin aus. Die Behörden gehen davon aus, dass der Lichtstrahl von einem Laserpointer stammte, der vom Boden aus während einer kritischen Flugphase auf den Hubschrauber gerichtet wurde.
Der Pilot wurde plötzlich geblendet, als der Strahl während eines Seitenwindanflugs ins Cockpit traf. Nach wenigen Sekunden erlosch der Lichtstrahl, sodass der Pilot seine Sicht zurückerlangte und sicher landen konnte, ohne dass es zu weiteren Zwischenfällen kam. Die Polizei stuft den Vorfall als gefährlichen Eingriff in den Luftverkehr ein – ein schweres Vergehen nach deutschem Recht.
Nach den deutschen Luftverkehrsvorschriften, insbesondere § 315c StGB, drohen bei Gefährdung des Luftverkehrs durch Laserpointer oder gezielte Lichtblitze harte Strafen. Tätern drohen bis zu fünf Jahre Haft, Geldstrafen oder verwaltungsrechtliche Sanktionen von bis zu 250.000 Euro gemäß der Luftverkehrs-Ordnung (LuftVO). Zudem können solche Handlungen zu Betriebsverboten für Luftfahrzeugführer führen.
Die Ermittler suchen nun nach Zeugen, die zur Tatzeit verdächtige Aktivitäten in der Umgebung beobachtet haben. Personen mit entsprechenden Hinweisen werden gebeten, sich unter der Nummer +49 2162 377-0 an die Verkehrspolizei zu wenden. Die gezielte Blendung von Piloten stellt eine erhebliche Gefahr für die Flugsicherheit dar, da selbst kurze Desorientierung zu kritischen Fehlern führen kann.
Der Fall wird weiterhin aktiv untersucht, wobei die Polizei auf die schweren rechtlichen Konsequenzen für die Verantwortlichen hinweist. Die Behörden betonen erneut die Lebensgefahr, die von Laserattacken ausgeht – sowohl für Piloten als auch für Passagiere. Zeugen oder Personen mit relevanten Informationen werden aufgefordert, sich umgehend zu melden.