Legendäre Schwabinger 7-Bar lebt als Kunstwerk in Bruckmühl weiter
Hans-Theo KuhlLegendäre Schwabinger 7-Bar lebt als Kunstwerk in Bruckmühl weiter
Ein Stück Münchner Nachtlebensgeschichte hat in Bruckmühl eine neue Heimat gefunden. Der Künstler Rupert Dorrer verwandelte eine Wand der legendären Schwabinger 7-Bar in ein Mixed-Media-Kunstwerk. Das Werk, das einst versteigert und von einer Supermarktkette erworben wurde, ist nun dauerhaft in der örtlichen Galerie zu sehen.
Die Schwabinger 7 war einst Münchens berühmteste Bar und befand sich in der Feilitzschstraße 7 im Herzen Schwabings. Nach ihrer Schließung übernahm Burgermeister, eine Berliner Burgerkette mit bundesweiter Expansion, das Gebäude. Vor dem Abriss fotografierte Dorrer die Wand der Bar und gestaltete sie später als mehrschichtiges Gemälde auf Holz neu.
Das Kunstwerk misst 140 Zentimeter in der Breite und 72 Zentimeter in der Höhe. Ursprünglich auf einer Auktion verkauft, erwarb es Denn's Biomarkt, der heute an der ehemaligen Stelle der Bar ansässig ist. Dorrer sicherte es später als Dauerleihgabe für die Galerie in Bruckmühl.
Der Künstler beschreibt das Werk als Symbol der Vergänglichkeit. Die feierliche Enthüllung ist für Montag um 11 Uhr geplant, wobei der Bruckmühler Bürgermeister die Zeremonie leiten wird. Dorrer und Gerd "Manila" Waldhauser, der ehemalige Wirt der Bar, treffen sich noch immer im Grünen Eck und halten so den Geist der Schwabinger 7 lebendig.
Das Kunstwerk bleibt als dauerhafte Hommage an Münchens kulturelle Vergangenheit in Bruckmühl ausgestellt. Sein Weg – von einer abgerissen Bar über den Kauf durch einen Supermarkt bis hin zur Galerie – spiegelt sowohl künstlerische Bewahrung als auch lokale Geschichte wider. Die Enthüllung durch den Bürgermeister markiert seinen offiziellen Einzug in die Sammlung der Stadt.