Luke Littlers schwache EM-Bilanz und die Frage nach seinem Deutschland-Fluch
Olav RuppertLuke Littlers schwache EM-Bilanz und die Frage nach seinem Deutschland-Fluch
Luke Littlers Bilanz bei der Darts-EM bleibt ein seltener Schwachpunkt in seiner sonst starken Karriere
Der junge Star scheiterte in den letzten Jahren stets früh im Turnier, was Fragen zu seiner Form bei diesem Wettbewerb aufwirft. Zudem hat ein jüngster Eklat mit englischen Fans bei der WM 2026 die Debatte um seine Leistungen unter Druck weiter angeheizt.
Besonders auffällig sind Littlers Probleme bei der Europameisterschaft: 2023 schied er in der zweiten Runde aus, 2024 bereits in der ersten. Diese Ergebnisse stehen im Kontrast zu seinen Erfolgen bei anderen großen Turnieren – weder die EM noch die World Masters konnte er bisher gewinnen.
Bei der Darts-WM 2026 in London sorgte Littler erneut für Schlagzeilen. Nach einem 4:2-Sieg gegen Rob Cross wurde er von englischen Fans ausgebuht. Seine Reaktion – "Ihr zahlt für die Tickets und mein Preisgeld. Danke, dass ihr mich ausbuht" – löste eine Diskussion über sein Verhältnis zu heimischen Zuschauern aus.
Der ehemalige Profi Paul Nicholson sieht ein Muster in Littlers Spiel: Der junge Spieler habe in Deutschland bei drei Turnieren noch nie einen Average von über 100 erreicht. Diese Statistik nährt Spekulationen, dass seine Schwierigkeiten über ein einzelnes Turnier hinausgehen.
Schon früher hatte es Spannungen mit deutschen Fans gegeben. Sein frühes Ausscheiden beim German Darts Grand Prix 2024 und ein hitziger Moment beim World Cup of Darts 2023 hielten das Thema in der Öffentlichkeit präsent. Aktuell gibt es jedoch keine Berichte über neue Konflikte mit deutschen Unterstützern.
Littlers EM-Bilanz und seine wechselhaften Auftritte in Deutschland bleiben Gesprächsthema. Seine Reaktion auf englische Fans bei der WM hat die Diskussion zusätzlich befeuert. Wie er künftig mit dem Druck umgehen wird – sowohl auf als auch neben der Bühne –, bleibt abzuwarten und wird genau beobachtet werden.