Lünen verzeichnet 14 Prozent mehr Verkehrstote – zwei Radfahrer unter den Opfern
Hans-Theo KuhlLünen verzeichnet 14 Prozent mehr Verkehrstote – zwei Radfahrer unter den Opfern
Verkehrsunfälle in Lünen forderten 2023 mehr Todesopfer – Anstieg um 14 Prozent
Im Jahr 2023 starben in Lünen bei Verkehrsunfällen deutlich mehr Menschen als im Vorjahr: Die Zahl der Todesopfer stieg um 14 Prozent auf insgesamt 319. Besonders tragisch: Unter den Getöteten befanden sich zwei Radfahrer, darunter ein 16-jähriger Junge, der im März ums Leben kam.
Der erste tödliche Fahrradunfall ereignete sich am 25. März, als der 16-Jährige auf der Kurt-Schumacher-Straße von einem Fahrzeug erfasst wurde. Vier Monate später, am 5. Juli, starb ein weiterer Radfahrer an der Kreuzung derselben Straße mit der Viktoriastraße. Die Polizei bestätigte später, dass das zweite Opfer unter dem Einfluss von Alkohol und Drogen gestanden hatte.
Die Zahl der Schwerverletzten blieb mit 36 Fällen auf dem Niveau des Vorjahres. Leichtverletzte gab es jedoch 16 Prozent mehr – insgesamt 281 Menschen erlitten bei Zusammenstößen leichte Verletzungen. Während Unfälle mit Fußgängern und Radfahrern zunahmen, ging die Zahl der Vorfälle mit Pedelec-Fahrern zurück.
Auch bei den Altersgruppen zeigten sich Verschiebung: Weniger Kinder und Jugendliche waren in Unfälle verwickelt, doch die Fallzahlen bei Erwachsenen und Senioren stiegen an. Als Reaktion kündigte die Dortmunder Polizei strengere Verkehrskontrollen in Lünen an und will Verstöße künftig konsequenter ahnden.
Angesichts der gestiegenen Zahlen an Toten und Verletzten sehen sich die Behörden zum Handeln veranlasst. Die Polizei wird ihre Präsenz erhöhen und Verstöße härter bestrafen, um die Verkehrssicherheit zu verbessern. Im Fokus steht dabei besonders der Schutz gefährdeter Verkehrsteilnehmer wie Radfahrer und Fußgänger.






