30 January 2026, 18:47

Lünens Haushaltsentwurf 2026/2027: Stabilität trotz finanzieller Belastungen

Eine Deutschlandkarte mit den Bundesländern von 2018 und 2002, die in Gelb, Rot und Orange hervorgehoben sind, auf einem weißen Hintergrund mit Text.

Lünens Haushaltsentwurf 2026/2027: Stabilität trotz finanzieller Belastungen

Lünens Stadtkämmerer Dr. André Rieu stellt Entwurf für Doppelhaushalt 2026/2027 vor

Am 29. Januar 2026 präsentierte Lünens Stadtkämmerer Dr. André Rieu im Rat der Stadt den Entwurf für den Doppelhaushalt 2026/2027. Der Plan entsteht in einer Phase anhaltender finanzieller Belastung – eine Herausforderung, die viele deutsche Städte und Gemeinden angesichts steigender Kosten und wachsender Infrastrukturbedarfe teilen.

Der vorgelegte Haushaltsentwurf zielt darauf ab, Stabilität mit haushaltspolitischer Disziplin zu verbinden und das Konsolidierungsniveau des Vorjahres 2025 beizubehalten. Um Finanzlücken zu schließen, sind unter anderem höhere Hebesätze für die Grundsteuer B sowie eine Anhebung der Gewerbesteuer vorgesehen. Zudem soll ein Gewinnabführungsvertrag mit dem städtischen Versorgungsunternehmen die Einnahmen stärken.

Seit 2025 unterliegt Lünen der Haushaltsaufsicht im Rahmen eines kommunalen Stabilisierungsplans (HSK), der bis 2035 einen ausgeglichenen Haushalt erreichen soll. Der aktuelle Entwurf fügt sich in diese langfristige Strategie ein, berücksichtigt aber auch die akuten finanziellen Zwänge. Bundesweit sehen sich Kommunen ähnlichen Problemen gegenüber: Sozialausgaben und Investitionsstaus treiben die Defizite auf Rekordniveau.

Dr. Rieu betonte, dass es nun auf Verantwortungsbewusstsein und Pragmatismus der Ratsmitglieder ankomme. Die anstehenden Haushaltsberatungen, so der Kämmerer, würden die finanzielle Zukunft Lünens prägen und in den kommenden Monaten sorgfältige Weichenstellungen erfordern.

Trotz der angespannten Haushaltslage soll der Entwurf für 2026/2027 Planungssicherheit bieten. Bei einer Verabschiedung würden die Maßnahmen greifen, ohne den Kurs auf das Stabilisierungsziel 2035 zu gefährden. Nun liegt der Ball bei den Ratsmitgliedern, die die Vorschläge prüfen, bevor abschließende Beschlüsse gefasst werden.