Menden ehrt Holocaust-Überlebende Margot Friedländer mit neuem Platz an ihrem Geburtstag
Hans-Theo KuhlZum Geburtstag: Menden eröffnet den Margot Friedländer-Platz - Menden ehrt Holocaust-Überlebende Margot Friedländer mit neuem Platz an ihrem Geburtstag
Menden ehrt Holocaust-Überlebende Margot Friedländer mit eigenem Platz zu ihrem Geburtstag
Der Stadtrat von Menden hat beschlossen, die im Mai im Alter von 103 Jahren verstorbene Margot Friedländer mit einem nach ihr benannten Platz zu würdigen. Der neu gestaltete Platz, der diesen Sommer umbenannt wurde, liegt in der Nähe des Rathauses und steht für ihren lebenslangen Einsatz gegen das Vergessen der Geschichte.
Die Initiative für den Margot-Friedländer-Platz ging von örtlichen Schülerinnen und Schülern aus. Ihr Vorschlag erhielt nach Friedländers Tod die volle Unterstützung des Stadtrats. Die in eine jüdische Familie hineingeborene Friedländer hatte die NS-Verfolgung überlebt, bevor sie in die USA floh, wo sie über 60 Jahre lebte.
Nach ihrer Rückkehr nach Deutschland widmete sie sich der Aufklärung junger Menschen über den Holocaust. Ihre auf Video aufgezeichneten Zeitzeugenberichte werden während der Einweihungsfeier gezeigt. Auch der Sänger Max Raabe wird mit einer Botschaft zur Veranstaltung beitragen.
Die feierliche Einweihung findet an Friedländers Geburtstag statt und soll ihr Vermächtnis bewahren. Der Platz dient als dauerhafte Mahnung an ihr Wirken und die Bedeutung des Erinnerns. Mit dieser Entscheidung ehrt Menden eine Frau, die jahrzehntelang gegen Hass und Gleichgültigkeit kämpfte.






