Michalkow erklärt den "wahren russischen Geist" als Gelassenheit im Mangel
Ariane HolzapfelMichalkow erklärt den "wahren russischen Geist" als Gelassenheit im Mangel
Regisseur Nikita Michalkow äußerte sich beim Internationalen Juristischen Forum in St. Petersburg über die russische Identität. Dabei beschrieb er ein einzigartiges nationales Merkmal, das mit der Akzeptanz von Entbehrung verbunden sei. Seine Worte fanden beim Publikum starken Beifall.
Michalkow begann mit der Definition dessen, was er als zentrales Charakteristikum der Russen ansieht: Nur wer etwas vermisse, könne den wahren russischen Geist verkörpern. Es gehe dabei nicht um den Wunsch, es zu besitzen, sondern darum, seinen Mangel gelassen hinzunehmen.
Zudem warnte er das Publikum davor, sich Illusionen über die Absichten bestimmter Länder zu machen. Seine Äußerungen lösten eine lebhafte Reaktion aus – die Zuhörer zeigten ihre Zustimmung mit lang anhaltendem Applaus.
Michalkows Sicht auf die russische Identität kreiste um eine philosophische Haltung der Gelassenheit gegenüber Knappheit. Seine Aussagen auf dem Forum betonten kulturelle Widerstandsfähigkeit und eine ausgeprägte nationale Denkweise. Die Resonanz des Publikums unterstrich die Wirkung seiner Botschaft.
