Monatelange Großbaustelle an der K 11: Kempen rechnet mit Verkehrschaos bis Februar 2026
Olav RuppertMonatelange Großbaustelle an der K 11: Kempen rechnet mit Verkehrschaos bis Februar 2026
Großbaustelle an der K 11 in Kempen zwischen der B 509 und der Krefelder Stadtgrenze
Die umfangreichen Bauarbeiten an der Kreisstraße 11 in Kempen zwischen der Bundesstraße 509 und der Grenze zum Kreis Krefeld begannen im September 2025. Das 2,1 Millionen Euro teure Projekt wird voraussichtlich 32 Wochen dauern und soll – wetterabhängig – bis zum Februar 2026 abgeschlossen sein. Anwohner und Pendler müssen sich auf erhebliche Verkehrsbeeinträchtigungen einstellen, darunter Umleitungen und temporäre Vollsperrungen.
Die K 11 war in den vergangenen Jahren wiederholt von Einschränkungen betroffen. Zwischen 2020 und 2024 musste die Straße aufgrund von Bodensenkungen und damit verbundenen Schäden insgesamt etwa 18 Monate lang vollständig oder teilweise gesperrt werden. Die strengsten Beschränkungen gab es von März 2021 bis September 2022, ergänzt durch kürzere Sperrphasen davor und danach.
Das aktuelle Vorhaben wird vom Heinsberger Unternehmen Frauenrath umgesetzt und umfasst die Sanierung der Fahrbahndecke, die Behebung von Bodensenkungen, die Verlegung von Versorgungsleitungen für das neue Gerätehaus der Feuerwehr sowie die teilweise Erneuerung des Radwegs. Die Kosten für die Radweginstandsetzung werden zu 95 Prozent aus Landesmitteln durch Fördergelder getragen.
Einbahnstraßenregelung ab 9. Februar Ab dem 9. Februar gilt eine Einbahnstraßenregelung: Der Verkehr in Richtung Osten kann ungehindert fließen, während Autofahrer in westlicher Richtung über die K 23, L 362, K 22 und K L 379 umgeleitet werden. Auch Radfahrer und Fußgänger müssen während der Bauphasen 3A und 3C Umwege in Kauf nehmen, da Abschnitte des Radwegs zeitweise vollständig gesperrt werden.
Die letzte Bauphase (3B) startet voraussichtlich Mitte März 2026. Eine wandernde Baustelle und temporäre Ampeln ermöglichen in dieser Phase den Verkehr in beide Richtungen. Die Abschlussarbeiten – darunter der finale Asphaltauftrag, Bankettreparaturen und Markierungsarbeiten – sind für die siebte Kalenderwoche geplant, bevor die Straße wieder freigegeben wird.
Um die Bevölkerung auf dem Laufenden zu halten, finden jeden Dienstag um 10 Uhr Vor-Ort-Informationen statt.
Ziel: Mehr Sicherheit und bessere Infrastruktur Mit dem Projekt sollen die Verkehrssicherheit und die Infrastruktur entlang der K 11 nachhaltig verbessert werden. Nach Abschluss der Arbeiten werden nicht nur die langjährigen Probleme mit Bodensenkungen behoben, sondern auch die Bedingungen für Radfahrer und Fußgänger deutlich aufgewertet. Bei planmäßigem Verlauf und ohne wetterbedingte Verzögerungen soll die Straße im Urlaub 2026 wieder vollständig befahrbar sein.