Mönchengladbach bleibt bezahlbar – doch die Preise steigen je nach Stadtteil
Olav RuppertMönchengladbach bleibt bezahlbar – doch die Preise steigen je nach Stadtteil
Mönchengladbach bleibt eine der erschwinglicheren Städte in Nordrhein-Westfalen – sowohl für Mieter als auch für Käufer. Im Jahr 2025 lagen die durchschnittlichen Mietpreise bei 10,14 Euro pro Quadratmeter für Wohnungen und bei 14,58 Euro für Häuser. Doch die Preise unterscheiden sich je nach Lage deutlich: In einigen Vierteln sind die Kosten deutlich höher als in anderen.
Kleinere Wohnungen unter 40 Quadratmetern kosteten in Mönchengladbach im vergangenen Jahr im Schnitt 12,46 Euro pro Quadratmeter – ein Wert, der deutlich unter dem regionalen Durchschnitt von 14,94 Euro liegt. Größere Wohnungen mit über 90 Quadratmetern waren sogar noch günstiger: Hier betrug der Durchschnittspreis 9,87 Euro pro Quadratmeter, während er in anderen Teilen Nordrhein-Westfalens bei 10,76 Euro lag.
Auch auf dem Immobilienmarkt zeigt sich die Stadt gespalten. Häuser in der Nähe der Beecker Straße, der Hilderather Straße und des Südwalls wechseln häufig für rund 600.000 Euro den Besitzer. Günstigere Optionen finden sich dagegen in der Nähe der Helenastraße und der Suitbertgasse, wo moderne Wohnungen und Häuser bereits ab 350.000 Euro erhältlich sind.
Trotz steigender Kosten in einigen Vierteln berichten Anwohner von einer hohen Zufriedenheit mit ihrer Lebensqualität. Zwischen 2021 und 2026 wurden in der Stadt keine größeren Projekte zur digitalen Infrastruktur umgesetzt. Zukünftige Fortschritte in diesem Bereich könnten die Mieten jedoch weiter in die Höhe treiben.
Mönchengladbach bietet eine Mischung aus bezahlbarem und hochpreisigem Wohnraum, wobei die Preise stark vom Stadtteil abhängen. Zwar liegen die aktuellen Mieten noch unter dem Landesdurchschnitt, doch eine mögliche digitale Aufwertung könnte dieses Gleichgewicht verschieben. Bis dahin zieht die Stadt weiterhin mit ihren vergleichsweise niedrigen Kosten und hohen Lebensstandards Bewohner an.