Mönchengladbach pflanzt 10.000 Bäume gegen Hitze und für saubere Luft
Ariane HolzapfelMönchengladbach pflanzt 10.000 Bäume gegen Hitze und für saubere Luft
Mönchengladbach hat einen Stadtbaum-Masterplan eingeführt, um Grünflächen auszubauen und den Klimawandel zu bekämpfen. Die Stadt beherbergt bereits rund 75.000 Stadtbäume sowie über 57 Hektar Baumgruppen, die die Luft reinigen und die Lebensqualität verbessern. Nun wollen die Verantwortlichen diese Bemühungen mit einem systematischen Ansatz weiter vorantreiben.
Im Rahmen des neuen Plans werden etwa 10.000 Baumstandorte in einer Datenbank erfasst. Priorität erhalten dabei „grünarme Zonen“ – Gebiete mit wenig Vegetation und höherer Hitzebelastung. Hier sollen gezielt zusätzliche Bäume gepflanzt werden, um die Stadtviertel zu kühlen und die Luftqualität zu steigern.
Für die Finanzierung des Projekts hat die Stadt rund 1,1 Millionen Euro gesichert. Das Bundesprogramm Natürlicher Klimaschutz (ANK) übernimmt 80 Prozent der Kosten, der Rest stammt aus dem kommunalen Haushalt. Im Zuge der Initiative entstehen 100 neue „Baumnachbarschaften“ in ausgewählten Straßenzügen. Innovative Methoden wie die Prinzipien der Schwammstadt sollen das Gedeihen der Bäume im urbanen Raum fördern. Einige Bäume werden sogar auf speziell angelegten Flächen in Parkbereichen gepflanzt.
Der Stadtbaum-Masterplan setzt sowohl auf den Erhalt bestehender Bäume als auch auf Neupflanzungen in besonders belasteten Gebieten. Mit Bundesförderung und modernen Anpflanzungstechniken strebt Mönchengladbach eine kühlere, grünere Stadt an. Der Fortschritt des Projekts wird über eine detaillierte Datenbank mit Standorten und Zustandsberichten der Bäume dokumentiert.