Mönchengladbach plant riesigen E-Bus-Betriebshof auf Kasernengelände bis 2030
Hans-Theo KuhlMönchengladbach plant riesigen E-Bus-Betriebshof auf Kasernengelände bis 2030
Mönchengladbach treibt die Pläne für ein großes E-Bus-Betriebshof auf dem Gelände der ehemaligen Niederrhein-Kaserne voran. Das Projekt soll bis 2030 eine vollständige Umstellung der Busflotte auf Elektroantrieb ermöglichen und umfasst Stellplätze, Ladestationen sowie Werkstätten. Bürgerinnen und Bürger können die Entwürfe nun einsehen und bis Ende April ihre Stellungnahmen abgeben.
Das 96.200 Quadratmeter große Areal wurde zu Jahresbeginn von der Niederrheinischen Energie und Wasser (NEW) übernommen. Geplant ist ein gemeinsamer Betriebshof für Mönchengladbach und Viersen, der langfristig bis zu 150 Elektrobusse aufnehmen kann. Das Gelände soll Ladezonen, Wartungswerkstätten und Verwaltungsgebäude umfassen, während etwa 20 Prozent der Fläche als natürlicher Lebensraum erhalten bleiben.
Die Stadt bereitet den Bebauungsplan Nr. 812/N vor, um das Gelände für den Betriebshof und die begleitenden Einrichtungen umzuwidmen. Ein angrenzendes landwirtschaftliches Grundstück wird ebenfalls umgenutzt – für Recycling und betriebliche Zwecke. Während im hinteren Bereich größere Gebäude entstehen sollen, sind an den Rändern Grünflächen vorgesehen. In der Nähe regelt der Bebauungsplan Nr. 819/N die langfristige Infrastruktur im Nordpark, darunter ein Erweiterungsgebiet für mags nördlich der Autobahn A 61.
Die Entwürfe beider Pläne werden am Dienstag, 24. März, um 18 Uhr in Raum 2028 des Rheydter Rathauses öffentlich vorgestellt. Vom 25. März bis 24. April liegen die Unterlagen online sowie im Fachbereich Stadtentwicklung und Planung zur Einsicht aus. Wer eine Stellungnahme abgeben möchte, muss sich bis Sonntag, 22. März, per E-Mail unter [email protected] oder telefonisch während der Dienstzeiten anmelden.
Der neue Betriebshof ist ein zentraler Schritt auf dem Weg zur vollständigen Elektrifizierung der Busflotte bis 2030. Die öffentliche Beteiligung läuft bis Ende April, danach sollen die Pläne in den kommenden Monaten finalisiert werden. Das Projekt sieht zudem Maßnahmen vor, um das Gelände mit Grünpuffern und erhaltenen Naturflächen in die Umgebung zu integrieren.