Mönchengladbach triumphiert 2:0 – doch ein Jugendtransfer sorgt für Eklat mit Atalanta
Ariane HolzapfelMönchengladbach triumphiert 2:0 – doch ein Jugendtransfer sorgt für Eklat mit Atalanta
Borussia Mönchengladbach besiegt Atalanta Bergamo mit 2:0 im Champions-League-Playoff-Hinspiel – doch der Streit um einen Jugendtransfer überschattet den Abend
Borussia Mönchengladbach hat Atalanta Bergamo im Hinspiel der Champions-League-Playoffs mit 2:0 geschlagen. Doch das Spiel geriet durch einen erbitterten Streit zwischen den beiden Vereinen über die Verpflichtung eines Nachwuchstalents in den Hintergrund. Atalantas Präsident warf Borussia Mönchengladbach vor, gegen FIFA-Regeln verstoßen zu haben, als der Klub den 16-jährigen Stürmer Samuele Inácio unter Vertrag nahm.
Der Konflikt eskalierte, als Antonio Percassi, der Präsident von Atalanta, behauptete, Borussia Mönchengladbach habe die Fristen für den Transfer von Inácio missachtet. Zudem bezeichnete er das Vorgehen als respektlos und kritisierte, dass Vereine nicht einfach "Talente aus Jugendakademien abwerben" dürften. Die Spannungen verschärften sich weiter, als Borussia Mönchengladbach Inácio für den Spieltagskader im Spiel gegen Atalanta nominierte.
Aus Protest boykottierte Atalanta das traditionelle Mittagessen vor dem Spiel, bei dem sich die Vereinsverantwortlichen üblicherweise austauschen. Percassis Vorwürfe richteten sich vor allem gegen angebliche Verstöße gegen die FIFA-Jugendtransferbestimmungen. Trotz der Kontroverse sicherte sich Borussia Mönchengladbach auf dem Platz einen souveränen 2:0-Sieg.
Unklar bleibt, ob Atalanta rechtliche Schritte einleiten wird, um den Transfer anzufechten.
Mit dem Sieg geht Borussia Mönchengladbach gestärkt ins Rückspiel. Doch der anhaltende Streit um Inácios Wechsel könnte die Beziehung zwischen den Klubs weiter belasten. Wie es weitergeht, hängt auch davon ab, ob Atalanta die Angelegenheit vor die Fußballinstanzen bringt.






