17 March 2026, 06:14

Mönchengladbach trotzt dem Insolvenztrend mit wirtschaftlichem Aufschwung

Eine Liniendiagramm, das die Anzahl der von der COVID-19-Pandemie betroffenen US-Geschäfte zeigt, mit Abschnitten für Erholung und wirtschaftliche Erholung, unterteilt nach Branche.

Mönchengladbach trotzt dem Insolvenztrend mit wirtschaftlichem Aufschwung

Mönchengladbach hebt sich als einzige Großstadt im Regierungsbezirk Düsseldorf mit einem Rückgang der Insolvenzverfahren hervor. Während benachbarte Regionen Zunahmen zwischen 6 und 19 Prozent verzeichneten, sank die Zahl in der Stadt um 7,5 Prozent. Dieser positive Trend geht mit einem strukturellen Wandel der Wirtschaft einher, die sich zunehmend auf Logistik, Einzelhandel und Dienstleistungen konzentriert – Branchen, in denen mittlerweile rund 60 Prozent der Erwerbstätigen beschäftigt sind.

Seit 2021 zeigt die Stadt wirtschaftliche Widerstandsfähigkeit: Die Beschäftigung stieg bis 2025 um 4,2 Prozent auf über 140.000 Arbeitsplätze an. Damit übertrifft Mönchengladbach benachbarte Städte wie Krefeld (plus 2,1 Prozent) oder Oberhausen (minus 1,8 Prozent). Entscheidende Faktoren sind die Rolle als E-Commerce-Standort sowie die Nähe zum Düsseldorfer Flughafen.

Während die Unternehmensinsolvenzen um 8,0 Prozent zurückgingen, verringerten sich die Verbraucherinsolvenzen sogar um 9,0 Prozent. Insgesamt sank die Gesamtzahl der Verfahren um 7,8 Prozent – ein deutlicher Gegensatz zum bundesweiten Anstieg von 8 bis 10 Prozent und dem Plus von 23,4 Prozent in Nordrhein-Westfalen im Jahr 2024.

Die Stabilität der Stadt wird durch einen seit 2016 unveränderten Gewerbesteuer-Hebesatz von 490 Prozent gestützt. Diese Kontinuität gibt Unternehmen langfristige Planungssicherheit. Zudem stärken Projekte wie der Wissens- und Innovationscampus, die Textilfabrik 7.0 und ein neuer Gewerbepark am Flughafen die wirtschaftliche Dynamik.

Im IW-Dynamikranking 2024, das die wirtschaftliche Entwicklung in 401 deutschen Regionen bewertet, belegte Mönchengladbach Platz 27.

Der Rückgang der Insolvenzen und das stetige Beschäftigungswachstum unterstreichen den gelungenen Strukturwandel hin zu stabileren Wirtschaftsbereichen. Mit kontinuierlichen Infrastrukturinvestitionen und einem berechenbaren Steuerumfeld positioniert sich die Stadt für anhaltende Widerstandsfähigkeit – und setzt sich damit deutlich von regionalen und bundesweiten Trends mit steigenden Insolvenzzahlen ab.

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