07 June 2026, 04:09

Mönchengladbach trotzt dem Wohnungsbau-Tief in NRW mit Rekordzahlen

Wohnungsbau in NRW bricht ein - Moenchengladbach baut mehr Apartments

Mönchengladbach trotzt dem Wohnungsbau-Tief in NRW mit Rekordzahlen

Wohnungsbau in Nordrhein-Westfalen auf 14-Jahres-Tief – Mönchengladbach schwimmt gegen den Strom

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In Nordrhein-Westfalen ist der Wohnungsbau 2025 auf den niedrigsten Stand seit 14 Jahren gesunken: Nur 37.185 Wohnungen wurden fertiggestellt – ein Rückgang um 9,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Doch Mönchengladbach bildet eine Ausnahme: Die Stadt vollendete 758 neue Wohnungen und fast verdreifachte damit die Zahl von 2024. Während im Rest des Landes steigende Kreditzinsen und Finanzierungsschwierigkeiten den Bau vorantreiben, setzt die Stadt am Niederrhein auf Erfolg.

Landweit sank die Bauquote in Nordrhein-Westfalen 2025 auf 19,8 Wohnungen pro 10.000 Einwohner. Die stark gestiegenen Kreditzinsen – mittlerweile zwischen drei und vier Prozent – machen Finanzierungen deutlich teurer als noch 2022, als die Zinsen nahe null lagen. Viele Projekte liegen seitdem auf Eis.

Mönchengladbach jedoch stemmt sich gegen den Abwärtstrend: 2025 wurden 758 Wohnungen fertiggestellt, nach nur 260 im Vorjahr. Dieser Anstieg geht auf eine Initiative aus dem Jahr 2023 zurück, als die Stadt 43 Millionen Euro in die städtische Wohnungsbaugesellschaft WohnBau investierte. Strategische Maßnahmen wie die Freigabe von Bauland und beschleunigte Genehmigungsverfahren spielten ebenfalls eine zentrale Rolle.

Oberbürgermeister Felix Heinrichs führt den Erfolg auf langfristige Planung und eine konsequente Stadtentwicklungsstrategie zurück. Mit einer Bauquote von 28,4 Wohnungen pro 10.000 Einwohner liegt Mönchengladbach unter den kreisfreien Städten auf Platz drei – 43 Prozent über dem Landesdurchschnitt. Treibende Kräfte sind der Ausbau bezahlbaren und barrierefreien Wohnraums sowie die Aufwertung von Stadtteilen.

Auch die Förderung des sozialen Wohnungsbaus wurde massiv ausgeweitet: 2024 setzte Mönchengladbach 274 Prozent seines zugewiesenen Budgets ein – 2021 waren es gerade einmal fünf Prozent. Das Programm „Wohnen für alle“ setzt weiterhin auf Barrierefreiheit und Bezahlbarkeit in Neubauten.

Während Nordrhein-Westfalen mit rückläufigem Wohnungsbau kämpft, zeigt Mönchengladbach, was mit zielgerichteten Investitionen und straffen Projektzeitplänen möglich ist. Die Zahlen von 2025 belegen, dass die Stadt mit ihrem Ansatz in einem Land, das insgesamt vor großen Wohnungsbauherausforderungen steht, eine Vorreiterrolle einnimmt.

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