Mönchengladbachs neuer Plan gegen Bildungsungleichheit: Chancen für alle Kinder bis 2030
Ariane HolzapfelMönchengladbachs neuer Plan gegen Bildungsungleichheit: Chancen für alle Kinder bis 2030
Mönchengladbach startet den Kinder- und Jugendförderplan – ein neues Konzept gegen Bildungsungleichheit
Mönchengladbach hat den Kinder- und Jugendförderplan ins Leben gerufen, einen innovativen Ansatz zur Bekämpfung von Bildungsungerechtigkeit. Im Fokus stehen Kinder mit Migrationshintergrund, und bis 2030 sollen messbare Fortschritte erzielt werden. Behörden beschreiben das Vorhaben nicht als starres Programm, sondern als flexibles, gemeindegetriebenes Projekt.
Die Initiative wurde im Kuhle 8 vorgestellt, einer Jugendwerkstatt, die für ihre Erfolge in der Berufsorientierung bekannt ist. Die Wahl des Ortes war bewusst getroffen – sie unterstreicht den Praxisbezug des Plans. Das Fördermodell ist bewusst anpassungsfähig gestaltet, verzichtet auf starre Budgets und setzt stattdessen auf Zusammenarbeit.
Kernziele des Plans sind soziale Teilhabe, digitale Kompetenzen, MINT-Bildung sowie engere Vernetzung zwischen Schulen, Familien und lokalen Einrichtungen. Die Projekte sollen sich an den alltäglichen Herausforderungen junger Menschen orientieren, um maximale Relevanz zu gewährleisten. Der Übergang von der Schule in den Beruf bleibt in Mönchengladbach eine zentrale Problemstellung – hier setzt der Plan gezielt an.
Entwickelt wurde das Konzept gemeinsam mit Partnern und Jugendlichen selbst, was eine demokratische Ausrichtung sicherstellt. Es bietet Fachkräften in der Kinder- und Jugendhilfe eine gemeinsame Richtschnur und fördert abgestimmtes Handeln. Ein afrikanisches Sprichwort – "Um ein Kind zu erziehen, braucht es ein ganzes Dorf" – bringt die Philosophie hinter dem 2030-Ziel auf den Punkt.
Der Kinder- und Jugendförderplan schafft eine strukturierte, zugleich flexible Grundlage, um benachteiligten Kindern bessere Chancen zu eröffnen. Sein Erfolg wird davon abhängen, wie gut es gelingt, Bildung, Berufseinstieg und gemeindliche Unterstützung zu verknüpfen. Nun geht es von der Planung in die Umsetzung – mit Leuchtturmprojekten wie Kuhle 8 als Vorreiter.






